Frühjahrsentwicklung Grünland: Wann sich die Nachsaat lohnt

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Ziel der Nachsaat im Grünland ist eine rasche und deutliche Bestandesverschiebung hin zu gewünschten Arten. Wann lohnt sich die Maßnahme?

Tipps zur Nachsaat hat das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung Brandenburg (LELF) zusammengestellt.

  • Demnach wird das Saatgut mit spezieller Nachsaattechnik in die kurz gehaltene Altnarbe hinein oder bei sehr lückigen Beständen als Übersaat auf die Bodenoberfläche gesät.
  • Als richtiger Zeitpunkt wird das zeitige Frühjahr oder der Spätsommer bei ausreichend Feuchtigkeit angegeben.
  • Der Altbestand sollte ungefähr 20 Prozent Lücken, über 50 Prozent futterwirtschaftlich wertvolle Gräser, unter 30 Prozent Quecke und Ungräser und weniger als 30 Prozent Unkräuter enthalten.
  • Dabei sollte beachtet werden, dass durch den Herbizideinsatz aus Unkraut Lücken werden. Das Landesamt rät zu konkurrenzstarken Gräsern wie zum Beispiel das Deutsche Weidelgras und Weißklee.
  • Die Saatgutmenge sollte zwischen 15 bis 25 Kilogramm je Hektar liegen.
  • Entscheidend für den Nachsaaterfolg ist die Folgenutzung - sie muß früh und häufig genug erfolgen.

Vorteile der Nachsaat gegenüber der Neuansaat

Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hat Vor- und Nachteile einer Nachsaat zusammengestellt. Als Nachteil gilt beispielsweise, dass die alte Narbe eine Konkurrenz für die Nachsaat darstellt. Für das Gelingen einer Nachsaat sollte die Konkurrenz der Altnarbe durch eine intensive Nutzung daher so gering wie möglich gehalten werden. Vorteile einer Nachssaat sind demzufolge:

  • geringes Ansaatrisiko: die alte Narbe bleibt erhalten
  • kostengünstiger: geringere Kosten für Saatgut und Maschinen sowie minimaler Futterausfall
  • Erhaltung der Tragfähigkeit der Narbe, da keine oder minimale Bodenbearbeitung
  • weniger termingebunden: der Nachsaattermin kann an günstige Boden- und Witterungsverhältnisse angepasst werden
  • zusätzliche Einsatzmöglichkeiten: auf nicht umbruchfähigen Standorten, wie zum Beispiel flachgründigen, steinigen und staunassen Böden sowie auf Mooren.

Nachsaat: Tool zur Kalkulation der Wirtschaftlichkeit

Die Deutsche Saatveredelung (DSV) bietet auf ihrer Internetseite ein Kalkulationsmodul zur Wirtschaftlichkeitsberechnung bei der Nachsaat im Grünland an.


Mit Material von LELF, LWK NRW

Hightech-Ladewagen: Trends in der Grünlandtechnik

  • Trend 1: Große Maschinen werden verstärkt nachgefragt Die Redakteure der AGRARTECHNIK haben sich kurz vor Beginn der Grünlandsaison mit den Herstellern von Ladewagen über technische Trends unterhalten. Bei Ladewagen werden große Maschinen verstärkt von Lohnunternehmen nachgefragt.

    Auf dem Bild: Der Carex 39 K von Bergmann mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 24 Tonnen.

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  • Lely: Ladewagen haben einen festen Platz im Grünland Martin Grob, Specialist Marketing & Communications bei Lely erklärt zur Marktsituation: "Ladewägen nehmen mittlerweile einen festen Platz in der Grünlandbewirtschaftung ein. Im Rotorladewagenbereich greifen Lohnunternehmer und Landwirte vermehrt auf die Kombiwagenmodelle zurück, da diese gegenüber den Häckseltransportwägen Vorteile aufweisen. Der Schwingenladewagen hat je nach Region bei den Landwirten sehr große Bedeutung in der Heu-, Heulage, und Silagewerbung."

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  • Claas: Markt für kleinere Ladewagen wird zur Nische Der Markt für die kleineren Ladewagen, die mit Schwingenladeaggregat ausgerüstet werden, geht kontinuierlich zurück. "Der Markt wird aber wahrscheinlich als Nische für die Grünfutter- oder Heubergung auch in Zukunft erhalten bleiben", sagtThilo Bruns, Produktmanager Futterernte und Ladewagen von Claas.

     

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  • Krone: Weniger Aufträge im Bereich Ladewagen Heinrich Wingels, der  Marketing-Leiter von der Firma Krone äußerte sich zur Marktentwicklung weniger optimistisch: "Der Auftragseingang im Bereich Ladewagen ist, dem Milchpreis geschuldet, deutlich zurückgegangen und auch bei den Händlern ist der Absatz bisher recht schleppend."

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  • Pöttinger: Stabiler Ladewagenabsatz erwartet Pöttingers Produktmanager Ladewagen, Manuel Zweimüller erläutert, dass in den vergangenen Jahren der Absatz leicht schwankend war, derzeit sei er aber relativ stabil. Pöttinger rechne mit einer Seitwärtsbewegung bei den Absatzzahlen von Ladewagen.

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  • Schuitemaker: Schlepper und Ladewagen werden größer Seine van der Velde, Produktmanager Schuitemaker Machines B.V. sagt, dass eine Markterweiterung zu erkennen sei. Einerseits würden die Schlepper und die Ladewagen größer und damit einhergehend die Kapazitäten. Im vergangenen Jahr habe sich damit eine Produktionssteigung von zirka 25 Prozent ergeben. Schuitemaker verkaufe mehrere kleinere und größere Ladewagen mit Querförderband an Landwirte, die täglich frisches Gras füttern.

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  • Kverneland: Verschiebung Richtung Kombi-Ladewagen Christian Schmidt, Produktmanager Ladewagen von Kverneland erklärt : "Im mittleren und oberen Leistungssegment gibt es derzeit eine Verschiebung in Richtung Kombi-Ladewagen. Der Schwingen-Ladewagen hat regional immer noch eine starke Bedeutung, Futterschonung und tägliche Grünfütterung stehen derzeit wieder mehr im Fokus.“

    "Der Gesamtmarkt für Ladewagen (Schwinge, Rotor, Kombi) hält sich im Durschnitt auf einem stabilen Niveau. Insgesamt unterliegt aber auch der Gesamtmarkt dem Strukturwandel in der Landwirtschaft. Nach einem Anstieg der Verkaufszahlen im letzten Jahr liegt der Absatz derzeit unter den Erwartungen."

     

     

     

     

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