Arbeitssicherheit Häckselsaison: Sichere Ernte ist das Ziel

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Arbeitsunfälle bringen großes Leid für alle Beteiligten und belasten die Betriebe. Die SVLFG leistet deshalb Präventionsarbeit zur Häckselsaison.

Die Arbeitssicherheit hat oberste Priorität.

Gut ausgebildete, motivierte und sicherheitsbewusste Mitarbeiter sowie sichere, funktionstaugliche und schlagkräftige Technik sind Erfolgsfaktoren in den Unternehmen. "Das sind auch die Voraussetzungen für eine erfolgreiche, sichere Häckselsaison und ein gesundes Ernte- und Wirtschaftsjahr," sagt Martin Empl, Vorstandsvorsitzender der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG).

"In der Häckselsaison 2016 soll es zu keinen Amputationsverletzungen bei Entstörungsarbeiten kommen", formuliert Empl das Ziel der Präventionsarbeit der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für die beginnende Erntesaison.

Angebote des besonderen "Sicherheitspaketes" der SVLFG

  • Fahrerschulungen, auch zum Thema "Sichere Störungsbeseitigung"
  • Unterstützung des Unternehmers bei Unterweisungen, unter anderem anhand typischer Unfallszenarien
  • Bewegungsprogramm "Gesunder Rücken" für Fahrer, Werkstatt- und Büromitarbeiter mit praktischen Übungen
  • Hilfe bei der Gefährdungsbeurteilung von Häcksel- und Transportarbeiten, inklusive der Maßnahmen bei Störungen im Betriebsablauf
  • Nachrüstung zur Sicherung von Revisionsöffnungen an Bestandsmaschinen mittels der Hersteller-Nachrüstsätze

Nachrüstmöglichkeit bei älteren Modellen

Häcksler jüngerer Bauart sind inzwischen mit Brems- sowie automatischen Abschalt- und Sicherheitssystemen ausgerüstet.

"Bei den älteren Modellen wird die bisher bestehende Sicherheitslücke - die Eingriffsmöglichkeit in nachlaufende Werkzeuge - derzeit durch entsprechende Nachrüstsätze geschlossen", erläutert Reinhold Knittel, Geschäftsführer der SVLFG. Diese Nachrüstmöglichkeit basiert auf den geltenden Unfallverhütungs- und Arbeitsschutzvorschriften. Für die Präventionsmitarbeiter im Außendienst hat deshalb in den nächsten Wochen die Sicherheitsberatung in den Häckselunternehmen oberste Priorität.

"Wir setzen auf die Verantwortung der Unternehmer und die Besonnenheit und Professionalität der eingesetzten Fahrer“, unterstreicht Vorstandsvorsitzender Empl. "In Ausnahmefällen können aber auch Maßnahmen angeordnet werden."

 


    Sicherheitscheck beim Kreiselmähwerk
    • Vor jedem Einsatz einen Blick auf die Messer und deren Befestigungsbolzen werfen und ggf. erneuern, was abgenutzt ist.

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    • Vor Einsatz des Mähwerkes auf der Wiese prüfen, ob die Messerhalterungen noch fest verschraubt im Drehteller befestigt sind und ggf. Schrauben nachziehen.

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    • Bei Hydraulik-Schläuchen auf Alter und Beschaffenheit achten. Schläuche, die brüchig sind, müssen ausgewechselt werden.

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    • Sind die vorgeschriebenen mechanischen Transportsicherungen intakt? Sie verhindern, dass sich das Mähwerk bei einem Druckabfall im Hydraulik-Schlauch absenken und ausklappen kann.

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    • Die Gelenkwelle ist regelmäßig zu schmieren. Gut beraten ist, wer bereits beim Kauf darauf achtet, ein Gerät mit möglichst wenigen, gut zugänglichen Schmierstellen zu Gelenkwellenschutz.

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    • Um Unfälle zu vermeiden, muss darauf geachtet werden, dass der vorgeschriebene Gelenkwellen-Schutz, der das Kreuzgelenk verdeckt, intakt und angebracht ist.

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    • Vor Fahrtbeginn prüfen, ob erforderliche Leuchten und Warntafeln ordnungsgemäß angebracht und funktionstüchtig sind. Grundsätzlich gilt: Immer dann, wenn die Beleuchtungseinrichtungen des Schleppers durch angebaute Maschinen verdeckt sind, müssen sie am Gerät wiederholt werden. Wenn das Mähwerk mehr als einen Meter über die Schlussleuchte des Traktors hinausragt, dann sind am Mähwerk eigene Schlussleuchten, Rückstrahler und natürlich Warntafeln anzubringen.

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    • Darauf achten, dass sich niemand im Gefahrenbereich des laufenden oder nachlaufenden Mähwerks aufhält!

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    • Schutztuch prüfen: Dem am Mähwerk angebrachten Schutztuch kommt besondere Bedeutung zu, hält es doch Steine und andere Gegenstände davon ab, wegzuschleudern.

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    • Hinweise auf die besonderen Eigenheiten und Gefahrstellen des Gerätes bieten auch die angebrachten Aufkleber. Sollten sich diese im Laufe der Zeit lösen, gibt es beim Landmaschinenhändler Ersatz.

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