Züchterporträt Schicksal: Neuanfang nach Rinderseuche

Erschienen in dlz primus Rind

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Kein einziges Rind stand im Juli 2014 mehr in den Ställen von Familie Bielefeld. Ein IBR-Ausbruch war die Ursache. Seitdem haben die zuchtbegeisterten Niedersachsen alles darangesetzt, wieder eine spannende Herde aufzubauen - mit Erfolg.

Züchter mit Kuh © Maren Diersing-Espenhorst Bild vergrößern
Christian Bielefeld und seine Frau Weiolet.

Die  Zuchtherde von Familie Bielefeld war im Mai 2014 von einem IBR-Einbruch betroffen. "Wie der Erreger damals in unseren Bestand kam, wissen wir bis heute nicht", sagt Christian Bielefeld, "aber er hat uns unsere gesamte Herde, insgesamt 330 Tiere, gekostet." Das dlz agrarmagazin hat den Betrieb besucht.

Bielefelds waren dabei noch in der angenehmen Situation, alle Tiere verkaufen zu können. Nach einer Gesetzesänderung ist dies nicht mehr möglich. Tritt heute IBR in einem Betrieb auf, müssen alle Herdenmitglieder getötet werden. "Wir mussten nur 14 Tiere zum Schlachter geben. Alle anderen Kühe haben wir ab Stall verkauft. Sie gingen vor allem nach England, Schottland und Polen", erinnert sich der Züchter. "Und 234 Färsen versteigerten wir auf Auktionen in England."

Neuanfang nach IBR-Ausbruch

Ende August begannen Bielefelds, wieder Tiere aufzustallen. "Die sechs Wochen, in denen wir keine Tiere in den Ställen hatten, waren wirklich belastend", sagt Weiolet Bielefeld. "Wir haben damals erkannt, welch hohen Stellenwert Kühe für uns haben."

"Und wir sind in der Zeit durch die ganze Republik gefahren, um uns Rinder anzusehen", fügt ihr Mann hinzu. "Wir haben dabei tolle Unterstützung von unseren Berufskollegen bekommen, die uns Tiere verkauften - teilweise sogar Nachkommen aus unseren alten Kuhfamilien." Heute stehen wieder 400 Kühe auf dem Betrieb, mit denen die Niedersachsen züchten.

Der vollständige Beitrag ist in dlz primus Rind April 2017 erschienen.

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Rinder-Nachzucht: So gelingt die künstliche Besamung
  • Schritt 1 Bewege den Schwanz damit er auf deinem linken Vorderarm liegt oder binde ihn so fest, dass er bei dem Prozess der künstlichen Besamung nicht stört.

    © wikihow/creative commons
  • Schritt 2 Reinige die Scheide mit einem sauberen Papiertuch oder einem Lappen, um den überschüssigen Dung und anderen Schmutz zu entfernen.

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  • Schritt 3 Führe die Besamungsspritze in einem 30° Winkel in die Scheide der Kuh ein. Auf diese Weise vermeidest du, dass die Spritze in die Harnöffnung von der Blase eindringst.

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  • Schritt 4 Mit deiner linken Hand in dem Rektum der Kuh (die seit Beginn dort sein sollte) fühlst du mit den Fingerspitzen durch die Wand von dem Rektum und der Scheide die Positon der Besamungsspritze bis du den Gebärmutterhals fühlst.

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  • Schritt 5 Greife den Gebärmutterhals mit der Hand in dem Rektum von der Kuh (als ob du einen Riegel halten würdest, der unter deiner Hand liegt) und halte ihn ruhig, während du den Schaft in und durch den Gebärmutterhals der Kuh führst.

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  • Schritt 6 Wenn der Schaft den Gebärmutterhals passiert hat, überprüfe die Postion mit dem Zeigefinger. Der Schaft sollte 0,6 bis 1,25 cm in den Uterus hineinreichen.

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  • Schritt 7 Drücke langsam den Kolben am Ende mit deiner rechten Hand, um die Hälfte der Dosis zu spritzen.

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  • Schritt 8 Überprüfe die Position von dem Samen erneut und stelle sicher, dass du in dem Uterus von der Kuh bist und nicht an einer anderen "blinden Stelle" und spritze die zweite Hälfte vom Inhalt des Röhrchens.

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  • Schritt 9 Entferne langsam die Besamungsspritze und deinen Arm aus der Kuh. Untersuche, ob du Blut, Infektionen oder eine Rückfluss von dem Samen aus dem Inneren der Scheide feststellen kannst.

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  • Schritt 10 Entsorge das Röhrchen, die Handschuhe und die Tücher auf eine angemessene Weise.

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  • Schritt 11 Reinige die Besamungsspritze gründlich.

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  • Schritt 12 Überprüfe die Temperatur des Wassers in der Thermoskanne erneut, bevor du die oben erklärten Schritte bei der nächsten Kuh wiederholst.

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