DLG-Trendmonitor Technik-Innovationen: Darauf kommt es Milchviehhaltern an

Futtertisch im Milchviehstall © agrarfoto.com/ah Bild vergrößern
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In der Milchkrise setzten viele Landwirte große Investitionen aus. In welche Technik zukünftig investiert werden soll, zeigen die Ergebnisse des DLG-Trendmonitors.

Die sich aktuell ändernden Rahmenbedingungen bei der Düngung und die steigenden Anforderungen an das Tierwohl in der Milchviehhaltung spiegeln sich in den Prioritäten bei Technik-Innovationen wider.

So beurteilen knapp 80 Prozent der befragten Milcherzeuger Innovationen bei der Gülleausbringung und beim Tierwohl als wichtig bzw. sehr wichtig für den eigenen Betrieb.

Neue Gülletechnik für bedarfsgrechte Ausbringung

Die exakte Analyse der Nährstoffgehalte organischer Dünger sowie deren bedarfsgerechte Ausbringung sind wichtig, um die schärferen Vorgaben bei Nährstoffüberschüssen erfüllen zu können.Das Ziel ist, mit Hilfe der Innovationen die organischen Nährstoffe ähnlich exakt wie Mineraldünger ausbringen zu können.

Schließlich sind Innovationen beim Tierwohl notwendig, um die bestehenden Haltungssysteme weiterzuentwickeln und einen wirtschaftlich Weg in der Produktion einzuschlagen.

Big Data ist Milcherzeugern weniger wichtig

Als weniger wichtig bzw. unwichtig beurteilt die Mehrheit der Milchviehhalter in Deutschland Big Data-Anwendungen. Zu unklar ist der Nutzen für die Anwender, aus dem großen Umfang der gesammelten Daten wirksame Informationen für die Betriebs- bzw. Herdenführung abzuleiten.

Meistens sind die Fragestellungen betriebsindividuell und Nutzen kann nur generiert werden, wenn die Auswertung der gesammelten Daten an die betrieblichen Ziele angepasst ist.


Mit Material von DLG

Nitrifikationshemmer: So lassen sich Güllefässer nachrüsten
  • Nitrifikationshemmer verhindern die Nitrifiaktion von ausgebrachter Gülle um vier bis zehn Wochen, was zum Beispiel bei Mais-Strip-Till mit Gülleunterfußdüngung wichtig ist. Die Mittel kann man entweder ins Güllesilo schütten und einrühren oder gezielt zu dosieren. Michael Kapell aus Borken-Marbeck (li.) hat eine Dosieranlage für Nitrifikationshemmstoffe am Güllefass. Jan Ostendarp (re.) fährt das Fass.

    © Karl-Josef Bockholt
  • Die Dosieranlage ist relativ klein und sitzt vor den Zwillingsreifen. Sie stammt von der Firma Ahlmer aus Gescher und kostet inklusive Montage rund 3.700 Euro.

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  • Der Vorratstank fasst 200 l. Er braucht einen ausreichend großen Befüllstutzen und verfügt über eine Füllstandsanzeige.

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  • Der Behälter für den Hemmstoff reicht von einer bis zur anderen Seite vom Fass. Pumpe, Filter und Ventile benötigen stabile Gehäuse.

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  • Unter dem Fass sorgt ein eigenes Druckschlauchsystem dafür, dass der Nitrifikationshemmstoff bis an den Rüssel befördert wird.

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  • Vor allem das exakte Verdrahten für das Fernstartsignal ist entscheidend, damit der automatische Start der Zudosierung reibungslos funktioniert.

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  • Von der Fahrerkabine aus regelt Michael Kapell die Einstellung für den Nitrifikationshemmstoff, der beim Befüllen eindosiert wird.

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  • Der Dosistar macht es möglich, exakte Mengen einzustellen. Allerdings muss er zuvor kalibriert werden.

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  • Michael Kapell zeigt die im März frisch abgelegte Gülle: Sie wurde hier vor der Maissaat mit Schleppschuhen in den Boden eingeschlitzt.

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