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Selber machen

Tulpen, die nicht welken

Stofftulpen basteln
Vizthum Carmen
am
28.03.2019

Mit Stoffresten kann man mit wenig Aufwand frühlingshafte und nachhaltige Blumen nähen. Sie sind wiederverwendbar und perfekt zum Verschenken.

Wer kennt es nicht: Man hat sich wunderschöne Tulpen aus dem Garten oder vom Markt geholt und schon nach wenigen Tagen sind die Blätter abgefallen. Unseren Tulpen passiert das nicht. Sie sind aus Stoff und selbstgemacht. Einzig der Duft einer echten Blume fehlt, doch darüber kann man hinwegsehen. Denn sie schauen mindestens genauso gut aus und verblühen nie. Mit wenig Aufwand lässt sich ein individueller Blumenstrauß nähen, der jedes Jahr wiederverwendet werden kann. Auch zum Verschenken eignet sich der einzigartige Strauß. Zudem ist er eine tolle Gelegenheit, Stoffreste zu verarbeiten. Im Topf einer grünen Pflanze sehen die Blüten besonders gut aus.

Und das braucht man dazu: Stift oder Schneiderkreide, Stoff (Webware, beziehungsweise nicht dehnbare Stoffe), Schere, Stecknadeln, Nähmaschine, Bügeleisen, Stricknadel, Füllwatte, dünne Äste und Heißkleber. Das Schnittmuster kann weiter unten auf der Seite heruntergeladen werden

Und so geht's:

  1. Mit einem Stift oder der Schneiderkreide den Schnitt auf den Stoff übertragen und ausschneiden. Für eine Blüte braucht man zwei Schnittteile: Vorder- und Rückseite. Ist von einem Stoff nicht mehr genügend übrig, kann man auch zwei verschiedene Stoffe nehmen.
  2. Nun die zwei Stoffteile rechts auf rechts legen, also die schönen Seiten des Stoffes treffen aufeinander. Mit Stecknadeln fixieren, damit beim Nähen nichts verrutscht und die Markierungen für die Wendeöffnung von der Vorlage übertragen.
  3. Beginnend von der ersten Markierung die Stoffteile, mit einem einfachen Geradstich an der Nähmaschine, bis zur zweiten Markierung nähen. An den Ecken und Rundungen, die Nadel in den Stoff senken und das Füßchen heben. Das Nähgut kann man jetzt neu platzieren. Danach das Füßchen wieder absenken und weiternähen.
  4. Die Nahtzugabe zurückschneiden um die Blüte besser wenden zu können. An den äußeren Ecken den Stoff bis kurz vor die Naht abschneiden und an den inneren Ecken V-Förmig einschneiden. An den Rundungen kleine Knipse setzen. Dabei die Naht nicht verletzen.
  5. Die Blüte wenden und die Ecken mit einem spitzen Gegenstand, wie zum Beispiel einer Stricknadel ausformen und in Form bügeln. Gleichzeitig die Nahtzugabe der Wendeöffnung nach innen umbügeln.
  6. Mit einer handvoll Füllwatte die Blüte füllen. Auch hier kommt die Stricknadel zum Einsatz, mit ihr kann man die Watte gut in die Ecken verteilen.
  7. Im letzten Schritt den Ast in die Öffnung stecken und mit Heißkleber verschließen. Darauf achten, dass die Füllwatte nicht zu sehr nach oben gedrückt wird. Fertig.

Das Wochenblatt-Team hat die Tulpen auch gebastelt - und mitgefilmt. Hier geht's zum Video https://www.facebook.com/BayerischesLandwirtschaftlichesWochenblatt/videos/821349108235276/

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