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Grüne Berufe

Beim Berufswettbewerb steht das Bayernfinale an

Berufswettbewerb
pd
am
07.04.2017

München - Sind es Oberbayern, Oberpfälzer, Niederbayern, Schwaben oder Franken, die sich beim Landesentscheid des Berufswettbewerbs der Deutschen Landjugend an die Spitze setzen werden? Unter dem Motto „Grüne Berufe sind voller Leben – Wachstum, Stärke, Leidenschaft“ werden die besten Nachwuchskräfte der bayerischen Bezirke in den Sparten Land- und Forstwirtschaft sowie Hauswirtschaft am 19. und 20. April 2017 in Kempten zum „Bayernchampion“ gekürt. Die Siegerinnen und Sieger werden Bayern dann beim Bundesentscheid im Juni in Mecklenburg-Vorpommern vertreten.

Am 7. Februar sind in Bayern insgesamt 2.000 Auszubildende an den Start gegangen. Für die 51 besten jungen Frauen und Männer aus den einzelnen Bezirken wird es nun ernst: Beim Landesentscheid am Spitalhof und am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten geht es um das Ticket nach Mecklenburg-Vorpommern.

Gute Ausbildung für Berufe mit vielen Perspektiven

„Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Berufswettbewerb überzeugen mit ihrem Wissen und ihren Leistungen in den Grünen Berufen. Sie werden mit Leidenschaft in den Wettbewerb gehen und dabei zeigen, wie ernst sie ihren Beruf nehmen“, sagt Bauernpräsident Walter Heidl. Für das Image der Grünen Berufe in der Gesellschaft wie für den eigenen Berufserfolg habe eine fundierte Aus- und Weiterbildung einen hohen Stellenwert. „Denn die Herausforderungen in der grünen Branche sind anspruchsvoll: Von den jungen Leuten werden fundiertes Fachwissen, ein breit gefächertes Allgemeinwissen sowie Kommunikationsfähigkeit und Bereitschaft zur Weiterbildung gefordert.“ Dazu gäbe es für unternehmerisch orientierte junge Menschen mit Interesse an Natur, Technik und Umwelt über Qualifizierungen, zum Beispiel der Meisterausbildung, dem Besuch der Technikerschule, der Höheren Landbauschule oder einem Studium im Agrarbereich eine Vielzahl an beruflichen Perspektiven.

Fit in Theorie und Praxis

Die jungen Frauen und Männer stellen beim Landesentscheid noch einmal ihr Wissen in Naturwissenschaften, Geographie, Politik und Gesellschaft unter Beweis. In der Berufstheorie müssen angehende Landwirte zum Beispiel über Ackergeräte Bescheid wissen. Hofbesuchern betriebliche Entwicklungen und Entscheidungen deutlich zu vermitteln, ist Thema der mündlichen Präsentation. Im praktischen Teil wird der gekonnte Umgang mit modernster Agrartechnik gefordert, Pflanzen müssen bestimmt und Tiere mit sicherem Blick beurteilt werden.

Die angehenden Hauswirtschafterinnen setzen sich in ihrer Präsentation mit dem Umgang mit Lebensmitteln auseinander. Um eine Nahrungszubereitung im Rahmen des Berufsschulalltages sowie die Zusammenstellung eines Geschenkes für eine Festveranstaltung geht es bei der praktischen Aufgabe. Die Auszubildenden im Bereich Forst zeigen ihr Wissen und Können u. a. beim Thema Aufforstung sowie beim richtigen Umgang mit der Motorsäge und der präzisen Ausführung verschiedener Schnitte. In der Präsentation wird von den angehenden Forstwirten erwartet, dass sie Besuchergruppen zum Beispiel die Vorteile des Rohstoffes Holz oder die Prinzipien der naturnahen Waldwirtschaft überzeugend nahe bringen können.

Wie geht es weiter?

Für die Siegerinnen und Sieger beim Landesentscheid geht es weiter zum Bundesentscheid des Berufswettbewerbs vom 12. bis 16. Juni 2017 in Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern. Die bayerischen Finalisten im Weinbau stehen bereits fest, das große Bundesfinale im Weinbau findet ebenfalls im Juni in Rattey/Schönbeck (Mecklenburg-Vorpommern) statt.

Durchgeführt wird der Berufswettbewerb von der Deutschen Landjugend, vom Deutschen Bauernverband mit seinen Landbauernverbänden, vom Deutschen LandFrauenverband e.V. und der Schorlemer Stiftung. Der Berufswettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, Schirmherr ist Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. In Bayern wird der Berufswettbewerb vom Berufsbildungswerk des Bayerischen Bauernverbandes durchgeführt, unterstützt von der bayerischen Landwirtschaftsverwaltung und den berufsbildenden Schulen.

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