Login
Ausbildung

Berufswettbewerb der Deutschen Landjugend - das wird gefordert

pd
am
31.01.2017

München - Die Zeit läuft: Nur noch wenige Tage sind es bis zum Startschuss für den Berufswettbewerb der Deutschen Landjugend 2017. Beim Entscheid auf Kreisebene am 7. Februar 2017 werden circa 2.000 junge bayerische Nachwuchskräfte im Alter von 16 bis 35 Jahre zeigen, wie weit sie bereits in ihrer Ausbildung in der Land-, Forst- und Hauswirtschaft sowie dem Weinbau gekommen sind.

Ausbildung
Damit gehören sie zu den rund 10.000 Auszubildenden der Grünen Berufe aus ganz Deutschland, die an diesem Tag ihre fachlichen Fertigkeiten und ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen. Der offizielle Startschuss für die bayerischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer fällt an der Berufsschule München-Land in Riem, die bundesweite Auftaktveranstaltung findet in Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern statt. „Bildung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Zukunft für den bäuerlichen Berufsstand. Die jungen Leute müssen fachlich auf der Höhe der Zeit sein. Gerade aber auch persönliche Fähigkeiten, wie zum Beispiel eine gute Allgemeinbildung, Sozialkompetenz, Selbstbewusstsein und Verantwortungsbewusstsein sind wesentliche Faktoren in der Ausbildung, die für die zukünftigen Betriebsleiter unverzichtbar sind. Beim Berufswettbewerb geht es um all diese Kompetenzen“, hebt Bauernpräsident Walter Heidl hervor. Neben der Qualität der Ausbildung in den Grünen Berufen zeigt der Berufswettbewerb auch deutlich, wie vielfältig diese Berufe sind und wieviel Potenzial in ihnen steckt. „In den 14 Grünen Berufen haben die jungen Männer und Frauen mit einer guten, abgeschlossenen Berufsausbildung zahlreiche interessante berufliche Perspektiven: Gleich, ob sie eine Beschäftigung in der Land- und Forstwirtschaft, der Hauswirtschaft, dem Weinbau oder in einem der weiteren Berufsfelder anstreben“, sagt Landesbäuerin Anneliese Göller. „Und es wird nie langweilig werden, in der Branche gibt es laufend Veränderungen und Entwicklungen. Das bedeutet auch, mit ‚Leidenschaft‘ am Ball zu bleiben und sich ständig weiterzubilden.“

Das wird verlangt

Nichts geht ohne ein gutes, breit gefächertes Allgemeinwissen: So stehen entsprechend dem Ausbildungszweig u. a. Fragen aus den Bereichen Geographie und Gesellschaft, Politik und Kultur, zu Biologie und Chemie, zu Pflanzennährstoffen und Bodenarten, zur Tierhaltung, Aufforstungsmaßnahmen oder unterschiedlichen Ernährungsweisen am Beginn des Kreisentscheides. Im Anschluss folgen berufstheoretische Fragen und Berechnungen. Sicheres Auftreten und rhetorische Fähigkeiten werden bei der mündlichen Präsentation verlangt, in der zum Beispiel der eigene Ausbildungs- bzw. Praktikumsbetrieb, das Medium WhatsApp, die Waldfunktionen oder professionelle Hygienemaßnahmen bei der Speisenzubereitung erläutert werden sollen.

Ein besonderes Gewicht haben die praktischen Aufgaben. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Sparte Landwirtschaft heißt das u. a., Futtermittel und Saatgut zu bestimmen und einen Stiefelknecht anzufertigen. Bei den Aufgaben für die Junglandwirte, die sich bereits in der Fortbildung befinden, geht es u. a. um das Erstellen einer Ackerschlagdatei und die Überprüfung der Betriebssicherheit eines Schleppers mit Anbaugerät. Die Zubereitung verschiedener Aufstriche und Dips sind in der Sparte Hauswirtschaft gefordert. Die angehenden Forstwirte haben u. a. die Aufgabe, eine Motorsägenkette zu wechseln und Schäden, Holzarten, Bäume, Sträucher und geschützte Pflanzen zu erkennen und benennen. Bei den Jungwinzern geht es darum, eine Fassprobe durchzuführen und Weine sensorisch beim Triangeltest zu vergleichen.

Bezirksentscheide und Landesentscheid

Die jeweils Besten auf Kreisebene treffen sich am 23. März 2017 zum nächsthöheren Entscheid auf Bezirksebene. Weiter geht es für die Siegerinnen und Sieger der Bezirke mit dem Landesentscheid am 19. und 20. April 2017 am Spitalhof, Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchviehhaltung, Grünland und Bergwirtschaft in Kempten. Wer zu den Bundessiegerinnen und -siegern des Berufswettbewerbs 2017 gehört, entscheidet sich vom 12. bis 16. Juni 2017 beim Bundesentscheid. Dazu fahren die Siegerinnen und Sieger aller Bundesländer nach Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern, der Bundesentscheid der Sparte Weinbau findet in Rattey/Schönbeck statt.

Träger des Berufswettbewerbs sind der Deutsche Bauernverband mit seinen Landesbauernverbänden, der Bund der Deutschen Landjugend mit seinen Landeslandjugendverbände, der Deutsche LandFrauenverband und die Schorlemer Stiftung. Der Berufswettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, Schirmherr ist Bundesminister Christian Schmidt. In Bayern wird der Berufswettbewerb vom Berufsbildungswerk des Bayerischen Bauernverbandes durchgeführt, unterstützt von der bayerischen Landwirtschaftsverwaltung und den berufsbildenden Schulen. Vor Ort unterstützen Sponsoren den Berufswettbewerb.

Auch interessant