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Zum Sonntag

Wir Christen und der Fasching

Dieser Artikel ist zuerst im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt erschienen.

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Lachen
Das Lachen ist ein Geschenk Gottes. © imago/Rech
von am
08.02.2018

Der Fasching geht dem Höhepunkt zu. Wie es so sein will, geht das Evangelium (Mk. 1.40-45) heute traurig los.

Jesus trifft einen Aussätzigen, die schlimmste Krankheit, die es gab. Jesus befreit ihn. Ich denke an die unbändige Freude, die bei dem Geheilten geweckt wurde und die auch auf die Menschen übergesprungen ist. Das ist mir Rückhalt, zum Faschingssonntag über die Freude zu schreiben.

Ein Sprichwort sagt: „Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag.“ Lachen ist etwas anders wie Freude. Freilich ist die Freude oft der Grund zum Lachen. Die Freude steckt in uns drin, das Lachen ist der Ausdruck, der sich im Gesicht, in Mimik und Stimme zeigt. Lachen ist dem Menschen angeboren – schon Neugeborene können lächeln. Mit der Entwicklung des Verstandes, der Sprache, des Humors bekommt unser Lachen verschiedene Ausdrucksweisen: strahlendes, schallendes Lachen, schüchternes Lächeln, verbissenes Lachen, Kinderlachen usw.

Don Bosco sagt: „Das Beste, was wir auf der Welt tun können, ist: Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen.“ Warum sollten wir Christen nicht all das leben dürfen? Wir haben allen Grund, fröhlich zu sein; denn wir wissen, dass wir bei unserem Gott gut aufgehoben sind.

Oft wird die Frage gestellt, warum sagt uns die Hl. Schrift nie, dass Jesus auch gelacht hat? Dass er geweint hat, das wird uns berichtet, als er an den Untergang der Stadt Jerusalem gedacht hat. Für die Evangelisten war das klar: Jesus war Mensch und Lachen gehört einfach dazu. Ich bin überzeugt, dass Jesus bei der Hochzeit zu Kanaa bei all den frohen Darbietungen damals ganz dabei war, sich gefreut und mitgefeiert hat. Gerade Menschen, die viel lachen und lustig sein können, sind ein echtes Geschenk für uns. Sie tragen dazu bei, das Leben zu bewältigen und erträglicher zu machen.Trauen wir uns auch, in andere Rollen zu schlüpfen. Wir tun uns leichter, mit dem eigenen Gesicht zufrieden zu sein. Der Himmel hat den Menschen als Gegengewicht zu den vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.

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