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Vorstellungswelten

Gott näher kennenlernen

Jesus
Pater Heinz Gerstle, München
am
12.09.2019

Im Christentum wird Gott in Menschengestalt dargestellt.

Bilder informieren nicht nur, Bilder haben eine prägende Kraft. Das gilt auch für Bilder, die wir uns von Gott machen. Den Juden gilt heute noch das Bilderverbot. Im Alten Testament wird Gott von Moses im Feuer des Dornbusches erlebt – vom Volk im Sinai in Gewitterstürmen, von dem Propheten Elia im Säuseln eines leisen Windes auf dem Berg Sinai.

Erst im Christentum wird Gott in Menschengestalt dargestellt: Der Mensch ist als Gleichnisbild Gottes erschaffen – so wird es geschildert auf den ersten Seiten der Heiligen Schrift. Und: Gott selbst wird ein Mensch in Jesus Christus.

Im westlichen Christentum wurde im „Gnadenstuhl“ Gott Vater als alter Mann mit weißem Vollbart dargestellt, den toten Sohn am Kreuz hält er in seinen Armen. Aber: Gott ist ewig jung. Aus seiner Hand gehen Weltall, unsere Erde und alles Leben samt uns Menschen hervor. Und durch den Menschen alle Kultur und technische Leistung bis zur Weltraumforschung. Wir können nur staunen.

Will ich Gott näher kennenlernen, muss ich bei Jesus Christus in die Schule gehen und Freundschaft mit ihm pflegen. Auf seinem Antlitz und in seiner heilenden Zuwendung zum Menschen in Not spiegelt er den Gott-Vater wider. In der Christengemeinde höre ich von ihm und kann ihn in der geschwisterlichen Gemeinschaft der Brüder und Schwestern in seiner Liebe erleben. Er ist es, der bis heute und weiterhin durch die Christengemeinschaft, aber auch durch Leute, die auf eine andere Weise die Menschenfreundlichkeit Gottes entdeckt haben, sich um Mitmenschen in ihrer seelischen Not und ihren menschenunwürdigen Verhältnissen kümmern.

Jesus ist an keinem Kranken vorbeigegangen, ohne ihn zu heilen. Er hat keinen Gott-Suchenden stehenlassen, sondern ihm einen Weg gewiesen. Kein Sünder ging von ihm weg, ohne von seiner Schuld entlastet zu sein. Das wollte Jesus durch seine Jüngerschaft weiterwirken für alle Zeiten und Völker.Jesu Freude, ja der ganze Himmel freut sich, wenn auch heute einem Menschen auf dieser Welt das Heil widerfährt. So können Sie lesen beim Evangelisten Lukas im 15. Kapitel.

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