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Weihnachten

Gottes Liebe trägt die Welt

Pfarrer Erich Eyßelein Prichsenstadt
am
04.01.2018

Viele Geschichten des Neuen Testaments berichten davon, wie Jesus Hoffnung und Zuversicht gesät hat.

Jesus in der Krippe

Der Stern, der die Geburt des Heilands den drei Weisen anzeigte, wurde diesen Wissenschaftlern zum „Schlüsselerlebnis“. Beim Anblick des Kindes in der Krippe wurden sie von Gottes Liebe ergriffen. Aber wenn Gott wirklich diese Welt liebt, warum gibt es dann Terror, Krieg, Mobbing, zerbombte Städte und Gewalt?

An Weihnachten hörten wir: „Gott kommt in unsere Verhältnisse“. Viele Menschen dienen, um zu herrschen. Und wer an die Macht gekommen ist, vergisst oft schnell, wie er vielleicht selber unter früheren Verhältnissen und Vorgesetzten gelitten hat. Das Kind in der Krippe und der gottbegnadete Jesus von Nazareth geht den umgekehrten Weg. Er herrscht, indem er der Welt die Liebe Gottes zeigt und den Menschen dient.

Wie oft verstricken sich Leute so sehr, dass es ihnen unmöglich wird, sich aus belastenden Mauern zu befreien. Mancher quält sich mit Schuldgefühlen herum, kann sich selber nicht verzeihen und fürchtet, von Gottes Vergebung ausgeschlossen zu sein. Da braucht es aufrichtige, liebevolle Wegbegleiter die selber – von Gottvertrauen erfüllt – dem Niedergeschlagenen seine „schwarze Brille“ geduldig abnehmen können. Da geschieht dann jedesmal ein Wunder, d. h. das Eingreifen Gottes ist und bleibt ein Geheimnis. Viele Geschichten des Neuen Testaments berichten davon, wie er Hoffnung und Zuversicht gesät hat, wie Lebensmut und Freude geschenkt wurden und Menschen erfüllt von Gottvertrauen ihren Lebensweg weitergegangen sind.

Ein an Krebs erkrankter Mann, wurde einmal gefragt, wie er denn in seinen Schmerzen und dem Zerfall seines Körpers noch an Gottes Liebe glauben könne. Da bekannte er frei heraus: „Das Kind in der Krippe ist der Heiland, auf den unsere Vorfahren gewartet haben. Er ist am Kreuz gestorben und zu neuem Leben erweckt worden. Wenn er mich am Leid teilhaben lässt, dann kann ich getrost darauf hoffen, dass er mich auch erlösen wird“.
Dieses Vertrauen motiviert: Gott liebt diese Welt, und wir sind sein eigen. Wohin er uns stellt, sollen wir es zeigen

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