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Ehrenamt

Gut gerüstet – gut vernetzt

Anna Knon, Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt
am
30.03.2017

Herrsching - Die 140 frisch gewählten Kreisbäuerinnen und ihre Stellvertreterinnen kamen vergangene Woche zu ihrem ersten Treffen nach der Wahl im Haus der Bayerischen Landwirtschaft zusammen.

Kreisbäuerinnen

In den vergangenen Wochen hatten die 72 Kreisverbände des Bayerischen Bauernverbandes 70 Kreisbäuerinnen gewählt, davon wurden 28 Frauen erstmals in ihr Amt gewählt. Die Hälfte war bereits vorher als stellvertretende Kreisbäuerin tätig. Mehr als 80 Prozent aller Kreisbäuerinnen sind zwischen 40 und 60 Jahre alt. Die Stellvertreterinnen, davon zwei Drittel Neugewählte,  rangieren zum größten Teil im Alter zwischen 30 und 50 Jahren.
„Ich freue mich darauf, mit Euch gemeinsam die Landfrauenarbeit der 16. Wahlperiode zu gestalten“, sagte Landesbäuerin Anneliese Göller zum Auftakt des diesjährigen Kreisbäuerinnenseminars. Sie gratulierte allen Neugewählten und dankte allen Wiedergewählten: „Ein herzliches Dankeschön für eueren großartigen Einsatz, für die vielen Gespräche, die ihr geführt habt, die Aktionen, die ihr organisiert habt und die Veranstaltungen, die ihr angeschoben habt.“
Das Kreisbäuerinnenseminar findet jedes Jahr statt, immer mit einem anderen Schwerpunktthema. Diesmal war die zweitägige Veranstaltung ganz dem gegenseitigen Kennenlernen sowie dem Fitmachen für dieses wichtige Ehrenamt gewidmet unter dem Motto „Landfrauen vernetzt“.
Ein Netz zu knüpfen, bedeute, dass niemand die vielen Themen, Aufgaben und Projekte der Landfrauenarbeit alleine bewältigen müsse, so Landesbäuerin Göller. Vielmehr sei es wichtig, gerade zu Beginn einer neuen Wahlperiode, die Beziehungen zueinander enger zu knüpfen, um die Chancen, die in der Landfrauenarbeit liegen, erfolgreich zu gestalten. „Nutzt diese zwei Tage, um euch mit Kolleginnen bekannt zu machen, gebt eure Impulse für die Landfrauenarbeit weiter, bringt euch ein und bietet eure Zusammenarbeit an, denn gemeinsam können wir mehr erreichen als alleine“, appellierte die Landesbäuerin.
Sie zeigte auch auf, wie wichtig es ist, sich nach außen zu vernetzen und Allianzen zu schmieden und Mitstreiter auch außerhalb der Landwirtschaft zu finden: „Wenn wir als Berufsstand schlagkräftig sein wollen, brauchen wir Partner.“
Das Seminar war so aufgebaut, dass die Teilnehmerinnen verschiedene Möglichkeiten der Vernetzung hatten. In Arbeitsgruppen konnten sich die Frauen kennenlernen, miteinander ins Gespräch kommen und sich austauschen. Dabei ging es auch um ganz konkrete Hilfe, den ehrenamtlichen Führungskräften Aktionsvorschläge und Rüstzeug an die Hand zu geben, wie sie sich in Politik und Gesellschaft einbringen und interessierten Verbrauchern die Landwirtschaft näher bringen können, wie sie mit Kritik umgehen können, wie die Eckpunkte der Agrarpolitik aussehen...
Im Rahmen des Kreisbäuerinnen-Seminars eröffnete die Landesbäuerin auch die 6. Gesundheitsoffensive „Blasenschwäche – Endlich wieder herzhaft lachen!“. Nach den Auftaktveranstaltungen auf Bezirks­ebene werden die Landfrauen im kommenden Herbst und Winter Veranstaltungen auf Kreis-, Gemeinde- und Ortsebene umsetzen. Auch die neue Gesundheitsoffensive zeigt eine Stärke der Landfrauen: Sie scheuen sich nicht davor, Tabuthemen anzupacken, um den Betroffenen in ihrem Leiden zu helfen und Schamgefühle ablegen zu können.

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