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Ressourcen

Innere Kraft - aus dem Vollen schöpfen

Dieser Artikel ist zuerst im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt erschienen.

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Erholung Quelle
Der Mystiker Bernhard von Clairvaux hat die Ressourcen einmal mit einer Schale verglichen und gesagt: „Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen … Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss …. Du tue das Gleiche! © imago/Schöning
von am
11.01.2018

Ein Brunnen braucht, damit er sprudeln kann, einen Zufluss. Den brauchen wir auch: eine verlässliche Kraftquelle.

Das neue Jahr ist noch ganz jung. Wie es wohl werden wird? Ob wir wieder, zumindest hie und da, aus dem Vollen schöpfen können? Ich wünsche es Ihnen und mir! Ich wünsche uns aber auch, dass unsere Quellen vor allem in dürren Lebensphasen nie versiegen.

Wir haben in unserem Land vieles im Überfluss. Zugleich geht vielen Menschen „die Puste aus“, die Kraft, Energie und Lebensfreude. Sie brennen aus und werden krank, vielleicht weil ihnen zu viel zugemutet wird oder sie sich selbst zu viel zumuten und zu wenig auf ihre Kraft-Quellen, ihre „Brunnen“ achten.

Ein Brunnen braucht, damit er sprudeln kann, einen Zufluss. Den brauchen wir auch: eine verlässliche Kraftquelle, damit uns im Alltag die Puste nicht ausgeht! Jesus Christus hat einmal gesagt: „Wen da dürstet, der komme her zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“ (Joh. 7, 37 – 38).

Gott als Kraftquelle! Er lädt uns ein, bei ihm Energie zu tanken, aus dem Vollen zu schöpfen. Und ihm haben wir ja auch die Fülle und Vielfalt zu verdanken. Wenn wir uns das bewusst machen und die Dankbarkeit in unser Leben integrieren, dann strömen wir womöglich selbst etwas aus, das nicht nur uns, sondern auch den Menschen in unserer Umgebung gut tut. Wenn wir aus der Dankbarkeit der eigenen Möglichkeiten etwas weitergeben an die, die es brauchen, dann sprudeln Leben und Lebendigkeit.

Allerdings sollten wir auch da sorgsam mit unseren Ressourcen umgehen. Der Mystiker Bernhard von Clairvaux hat sie einmal mit einer Schale verglichen und gesagt: „Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen … Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss …. Du tue das Gleiche! Die gütige und kluge Liebe ist gewohnt überzuströmen, nicht auszuströmen. Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst.“

Wir sind reich gesegnet. Deshalb sollten wir auch dankbar und verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umgehen und nur dann schöpfen, wenn sie wirklich voll sind.

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