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Zum Sonntag

Lob und Dank

Sonnige Herbstlandschaft
Pater Heinz Gerstle
am
27.04.2017

München - Heute sei einmal extra Lob und Dank gesagt unseren Bäuerinnen und Bauern in der Landwirtschaft, desgleichen den Teichwirten und Forstleuten. Sie pflegen unsere Kulturlandschaft.

 

Aus meiner Kinderzeit klingt mir noch das Lied in den Ohren: „Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt. Er bringt seine Felder und Wiesen instand ...“ und weiter: „Er mäht das Getreide, dann drischt er aus. Im Winter da gibt es manch fröhlichen Schmaus“.Ja! Bis zum Erntedankfest im Herbst gibt es noch viel harte Arbeit. Den Landwirten verdanken wir das tägliche Brot und den reichlich gedeckten Tisch.

Warum ziehen die Städter sonntags über Land und wandern durch die Wälder? Die frische Luft tut Lunge und Herzen gut und das vielerlei Grün den Augen. Vom Vieh auf der Weide geht eine beruhigende Atmosphäre aus. Ferien auf dem Bauernhof sind für die Stadtkinder ein Erlebnis. In den Hofläden bieten die Bäuerinnen ihre gefragten regionalen Lebensmittel an. Die Kornfelder lassen uns ahnen, wie Gott es uns durch die fleißige Hand der Bauern gut gehen lässt.

Für uns Ministranten war der Christi-Himmelfahrt-Tag ein Erlebnis. Auf Feldwegen zwischen Wiesen und Äckern zog die Flurprozession. Wir sangen Lob- und Danklieder zum Himmel. An Wegkreuzen wurde das Evangelium von der wunderbaren Brotvermehrung durch Jesus verlesen. Es folgten Bitten und der Segen für das Land und die Menschen, die es bestellen.

In der Schöpfungsgeschichte beauftragt Gott den Menschen, dass er die Erde bebaue und pflege. Als die Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei befreit in das Land Kanaan zogen, wurden sie, einst Hirtennomaden, zu sesshaften Bauern. Auf einer Israelreise konnten wir auf den Golanhöhen einen Paradiesgarten durchwandern. Wir konnten verstehen, dass dieses Land als „Gelobtes Land“ verheißen war, als das Land, in dem „Milch und Honig“ fließen. Auch hierzulande dürfen wir unser Land mit seinen Fluren, Fischteichen und Kulturwäldern als ein „Gelobtes Land“ verstehen. Das ist nicht selbstverständlich. Es ist ein Geschenk des Himmels und der fleißigen Hände, die es bebauen und pflegen. Ihnen sei ganz herzlich gedankt.

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