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Ausbildung

Studium - Agrarmaster ausgemustert

Studenten
Sophia Gottschaller
am
21.11.2017

Zwei Agrar-Masterstudiengänge an der TUM werden abgeschafft, drei neue sollen kommen. Welche Änderungen gibt es und was sagen die Studenten dazu?

Werden die beiden Agrar-Masterstudiengänge der Technischen Universität München (TUM) am Standort Weihenstephan abgeschafft? Gibt es Ersatz dafür und welche Lösungen bietet die Universität den Studenten? Über diese Fragen konnte man die vergangenen Wochen viele Spekulationen lesen. Das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt hat an der TUM bei Prof. Dr. Jutta Roosen, der neuen Studiendekanin Agrar- und Gartenbauwissenschaften, nachgefragt.

Neuer Agrarmaster

Laut Prof. Roosen steht jetzt fest, dass die Masterstudiengänge Agrarwissenschaften und Agrarmanagement im aktuellen Wintersemester zum letzten Mal gestartet sind. Es sei ein neuer Master „Agrarsystemwissenschaften“ in Arbeit, der ab dem Wintersemester 2018/19 gewählt werden kann. Die Dekanin betonte, dass es in dem neuen Master „weiterhin sehr große Spezialisierungsmöglichkeiten geben wird, wie es auch beim Master Agrarwissenschaften der Fall war.

Im Pflichtbereich soll aber der systemische Aspekt mehr im Vordergrund stehen.“ Das heiße, die agrarische Produktion als Kreislauf zu verstehen und die Verbindungen zwischen tierischer und pflanzlicher Produktion, den Ökosystemen und die Verknüpfung mit der Wirtschaft im Studium mehr herauszustellen. Grund dafür ist laut Prof. Roosen, dass „wir das Studien­angebot besser an die Forschungsausrichtung der Universität anpassen und an den Bedarf in der Wirtschaft ausrichten wollen“. Die Dekanin ergänzte, dass die Universität in Zukunft zwei weitere Masterstudiengänge anbieten wolle. Einer solle mehr biowissenschaftlich orientiert sein.

Und was heißt das für die Studenten? Laut Prof. Roosen war es der TUM wichtig, dass die Studierenden im nächsten Wintersemester ihren Master ohne Lücke an das Bachelor­studium anschließen können. Da es bisher aber möglich war, die Master auch schon im Sommersemester zu beginnen, wird eine Übergangslösung für die Studierenden geschaffen.

Felix König, Sprecher der Fachschaft Agrar- und Gartenbauwissenschaften, zeigte sich zufrieden mit der Lösung, welche die TUM für die Studenten gefunden hat: „Da der neue Studiengang deutlich flexibler gestaltet ist als die bisherigen Masterangebote, sehen wir hier eine Verbesserung des bisher sehr guten Angebots an Masterstudiengängen unserer Studienfakultät.“ Er betonte, dass die Lücke im Sommersemester 2018, die durch die Umstrukturierung entstanden ist, für die Studenten keinen Verzug bedeutet: „Alle Betroffenen bekommen die Möglichkeit, ihr Studium nach Plan abzuschließen.“ Die Studierenden blicken laut König dem neu aufgestellten Angebot positiv entgegen und sehen großes Potenzial für zukunftsorientierte Forschung und Ausbildung.

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