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Schuldzuweisung

Jeder trägt eine Eigenverantwortung

Externer Autor
am
28.02.2019

Viele Menschen spüren, dass gravierende Probleme vorhanden sind: Klimawandel, Rückgang der Artenvielfalt und Insektensterben, Flüchtlingsstrom und Kriegsängste, Vorherrschaft des Ego im privaten und staatlichen Denken.

Schuldzuweisung

Wir machen dagegen Volksbegehren und Appelle. Statistiken machen angeblich deutlich, dass die Menschen für eine Verbesserung eintreten würden. Alois Glück, ein anerkannter Politiker, nennt dies Lebenslüge und er hat recht.

Das tatsächliche Verhalten der Menschen stimmt nicht mit dem überein, was sie sagen. Wir schieben den schwarzen Peter hin und her. Jeder andere ist schuld, nur ich nicht!

Ich habe mich gerade von den Folgen eines Herzinfarktes ins Leben zurückgeholt. Nicht nur medizinische, sondern auch psychische Erneuerung war angesagt. Dabei machte ich eine schmerzhafte, aber sehr heilsame Erfahrung. Nicht die anderen waren an meinem Herzinfarkt schuld, sondern hauptsächlich ich selbst durch meine Lebensgestaltung in der ganzen Spannbreite von Arbeit, Freizeit, Essensgewohnheiten etc.

Es geht also darum, mich selbst zu verändern, Selbstverantwortung zu übernehmen, nicht an bestehenden allgemeinen Lebensmustern herumzunörgeln. Seitdem ich das erkannt habe und ich mich täglich prüfe – nicht die anderen! –, geht es rasch aufwärts. Ich bin ein kleines Rädchen im großen Räderwerk der Welt. Es ist meine Stellschraube, doch selbst diese kleinste Veränderung hat Auswirkungen auf das Ganze. Das ist Selbstverantwortung. Wenn ich sie für mich wahrnehme, werde ich spüren, ich verändere mich und die Welt.

Es kommt also nicht darauf an, ob ich mich in die Liste des Volksbegehrens gegen das Bienensterben eingetragen oder an irgendwelchen Demonstrationen teilgenommen habe. Es kommt einzig und allein darauf an: Habe ich meine Selbstverantwortung wahrgenommen durch wirkliches Tun?

Wenn du selbstverantwortlich deinen Tag beginnst, wirst du spüren, es verändert sich was. Langsam, Schritt für Schritt, zuerst bei dir, dann in deiner Umgebung, dann in der Breitenwirkung. Ohne diesen ersten Schritt verändert sich aber gar nichts.

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