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Lieber Leser

Von ungelegenen Feiertagen

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Sepp Kellerer, Wochenblatt
am
02.11.2017

Bisher habe ich es noch nicht erlebt, dass wir das Heft bereits am Montag fertig machen mussten.

Sepp Kellerer

Ein paar Jahre – eigentlich sind es ja Jahrzehnte – bin ich nun doch schon beim Wochenblatt, und dennoch ist diese Ausgabe eine Premiere. Bisher habe ich es noch nicht erlebt, dass wir das Heft bereits am Montag fertig machen mussten. Dienstag kommt schon ab und an mal vor, wenn am Donnerstag oder Freitag Feiertag ist, aber Montag, das hatten wir bisher noch nie. Geschuldet ist das dem Jubiläum 500 Jahre Martin Luther. Das hat uns allen einen zusätzlichen Feiertag beschert, der aber einen Tag vor Allerheiligen aus unserer Sicht äußerst ungünstig liegt.

Dass wir Ihnen bei diesen Rahmenbedingungen nicht ganz die gewohnte Aktualiät bieten können, dafür möchten wir Sie um Verständnis bitten. Das betrifft vor allem die Marktdaten. Da können wir Ihnen im Heft diesmal nur ein Rumpfprogramm bieten. Aber die bayerische Staatsregierung arbeitet ja mit Hochdruck am Breitbandausbau, und wenn das nicht alles nur leeres Gerede ist,dann können Sie die aktuellen Preise zum gewohnten Termin im Internet abrufen (www.wochenblatt-dlv.de).

In der Agrarpolitik ist der Aktualitätsverlust sicher ein wenig leichter zu verschmerzen. Da kommen in letzter Zeit eh fast nur noch Hiobsbotschaften und auf die können sicher auch Sie, liebe Leser, gerne ein paar Tage verzichten.

Machen Sie einfach das beste aus der ungewohnten Situation und widmen Sie sich etwas intensiver den übrigen Themen in diesem Heft. Wir könnten da zum Beispiel die Tipps empfehlen, wie man Phosphor in der Fütterung geschickt und sparsam einsetzt, um die Leistung Auflagen der Düngeverordnung einhalten zu können. Wir haben auch versucht zu ergründen, warum die Tierärzte gegen den Einsatz der örtlichen Betäubng bei der Ferkelkastration sind.

Dort wo Stürme und Käfer Löcher in den Wald gerissen haben, muss wieder aufgeforstet werden. Auch wenn vermutlich erst die Urenkel etwas davon haben, wie wäre es denn mit Wertholzproduktion? Deutlich schneller wirken da die Maßnahmen im Ackerbau. In der sogannten Eiweißoffensive ist da wohl die erste Etappe erfolgreich absolviert.

Immer wieder bemerkenswert ist, mit welcher Inbrunst sich Menschen in der Dorferneuerung engagieren und was dann da herauskommt. Ach ja, und so wie wir letztes Wochenende den Wintermantel aus dem Schrank geholt haben, so sollten Sie jetzt auch den Pflanzen im Garten die Wintergarderobe überziehen.

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