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Berufswettbewerb

Vier gewinnt!

Team Bayern
Katrin Fischer
am
23.06.2017

München - In gleich vier Sparten konnten sich die bayerischen Teilnehmer des 33. Berufswettbewerbs der deutschen Landjugend einen Platz auf dem Siegertreppchen sichern.

Am Dienstag vergangener Woche fiel der Startschuss: Knifflige Berufstheorie war beim Finale des 33. Berufswettbewerbs der deutschen Landjugend ebenso gefragt wie Allgemeinwissen. Dass sie sowohl in der Theorie, als auch in der Praxis fit sind, das konnte der Berufsnachwuchs am Veranstaltungsort in Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern beweisen. Aus den Vorwettbewerben mit bundesweit über 10 000 Teilnehmern sind 35 Frauen und 84 Männer übrig geblieben, die in den Sparten Land-, Haus-,
Forst- und Tierwirtschaft sowie Weinbau beim Bundesentscheid gegeneinander angetreten sind. Aus Bayern reisten elf hochmotivierte, junge Frauen und Männer an.

Die Besten der Besten traten an

21 Auszubildende traten in der Sparte Landwirtschaft I an. Auf dem Betrieb der Landesforschungsanstalt in Dummersdorf mussten sie bei den Praxisaufgaben ihr Wissen zeigen: Es galt, einen Weizenbestand zu bonitieren und die Futterration für eine 650 kg schwere Milchkuh zu berechnen. Die dritte Aufgabe mussten die jungen Landwirte als Team mit einem zugelosten Konkurrenten meistern: Geschicklichkeitsfahren mit einem Mähdrescher. Michael Schuhmann aus dem unterfränkischen Frammersbach (siehe unten) konnte die Richter mit seinem Können überzeugen. Zur Belohnung gab es den Sieg in der Sparte. Mit auf dem Podest standen Flavio Traxl (Rheinland-Pfalz, 2. Platz) und Thore Cordes (Niedersachsen, 3. Platz).
Teamarbeit war auch in der Sparte Landwirtschaft II (Landwirte in Fortbildung) gefragt. Gemeinsam musste der Tierkomfort eines Stalls analysiert und ein Auszubildender am Pflug unterwiesen werden. 15 Teams mit insgesamt 25 Landessiegern und fünf Landessiegerinnen traten gegeneinander an und auch hier räumten die Bayern ab: Die Oberfranken Axel Roth aus Coburg und Felix Wachsmann aus Großheirath (siehe Seite 53) kamen auf den 1. Platz. Stephen Porth und Lucas Maack (Niedersachsen) folgten auf dem 2., das Frauenteam mit Ann-Christin Cordes und Katharina Leyschulte (Niedersachsen) errang den 3. Platz.
In der Hauswirtschaft mussten 13 junge Frauen für die Ehrengäste einer Jubiläumsfeier ein regionales und saisonales Menü zubereiten. Die Herausforderung: Einer davon leidet an verschiedenen Lebensmittelunverträglichkeiten. Zudem traten sie als Team bei einem fiktiven „Tag der offenen Tür“ an, um praktische hauswirtschaftliche Tätigkeiten wie das Bügeln von Oberhemden oder den Umgang mit Reinigungstüchern zu vermitteln. Nur Johanna Stuhlmacher (Niedersachsen) war einen Tick besser als Regina Lindlmeier aus dem oberbayerischen Heldenstein, die den 2. Platz holte (siehe Seite 54). Dritte wurde Sarah Oßwald (Baden-Württemberg).  
„Baum fällt“ war in regelmäßigen Abständen beim forstwirtschaftlichen Wettbewerb zu hören. Die 22 angehenden Forstwirte maßen sich unter anderem im Zielfällen. Zu den weiteren Disziplinen gehörte, einen Baumstamm zu entasten, einen Fledermauskasten zu bauen oder junge Ahornbäume in Linie zu pflanzen. Der Unterfranke Jonas Weigand aus Euerbach (siehe Seite 55) erzielte den 2. Platz hinter Daniel Sack (Brandenburg). Lukas Schaudt (Baden-Württemberg) konnte als Dritter das Siegerpodest erklimmen. In der Sparte Weinbau reichte es für die bayerischen Teilnehmer nicht für einen Platz auf dem Siegertreppchen. Die Jungwinzer der Rheinland-Pfalz konnten sich alle Plätze auf dem Podest sichern.
Der Berufswettbewerb zählt zu den größten grünen Fort- und Weiterbildungsprojekten Europas. Möglich macht das die gemeinsame Ausrichtung vom Bund der Deutschen Landjugend sowie dem Deutschen Bauernverband mit ihren Landesverbänden als auch der Schorlemer Stiftung und dem Deutschen LandFrauenverband. Finanziell wird der Wettbewerb vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert. Neben den Siegerurkunden hat jeder Teilnehmer des Wettbewerbs noch etwas viel Wertvolleres in die Koffer für die Rückreise gepackt: Neues Wissen, Selbstbewusstsein und ein Netzwerk, mit dem sich die Herausforderungen der Zukunft besser meistern lassen.

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