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Zum Sonntag

Zeichen der Dankbarkeit

Gipfelkreuz
Pfarrer Gerhard Metzger
am
27.07.2017

Hersbruck - Ein Mann erzählte von seinem Vater, der aus dem Weltkrieg heil heimgekommen ist und ein Gipfelkreuz aufgestellt hat, als Zeichen der Dankbarkeit gegenüber Gott, dem wir alle unser Leben verdanken.

Sommer – Sonne – Genießen. Wer träumt nicht davon und denkt an Urlaub und Freizeit? Landwirte haben da ganz andere Gefühle. Für sie ist das Erntezeit. Dennoch gelingt es manchem Paar oder der Familie, ein paar Tage Urlaub einzuplanen. Vielleicht geht es in die Berge und jeder erfreut sich an der besonderen Atmosphäre. Dort angekommen sieht er vielleicht ein Gipfelkreuz und überlegt den Grund, warum dieses hier aufgestellt worden ist.

Kürzlich habe ich in der Sendung „Aus Landwirtschaft und Umwelt“ eine Diskussion darüber gehört. Der Extrembergsteiger Reinhold Messner hat dazu gesagt: „Sie sind nicht unbedingt nach meinem Geschmack. Man sollte die Berge nicht zu religiösen Zwecken möblieren. Das ist Teil unserer Kulturgeschichte. Die Gipfel galten auch davor schon lange als Sitz von Göttern und Dämonen, aber man sollte sie nicht mit Symbolen besetzen. Dahinter stecken meist Machtdemonstrationen“. Ein Mann erzählte dagegen von seinem Vater, der aus dem Weltkrieg heil heimgekommen ist und ein Gipfelkreuz aufgestellt hat, als Zeichen der Dankbarkeit gegenüber Gott, dem wir alle unser Leben verdanken. „Alle Götter, die wir kennen, sind vom Menschen erfunden worden. Und alle Religionen sind menschengemacht“. Dieser Aussage von Reinhold Messner stellt der Kriegsheimkehrer entgegen: Mein Leben ist in Gottes Hand. Konflikte und Kriege auf Religionen abzuwälzen ist eine zu einfache Erklärung. Natürlich birgt ein fanatischer Glaube immer die Gefahr, eigene Machtansprüche religiös zu begründen. Bei genauem Hinsehen entdecke ich aber schnell, dass damit von vornherein Macht und Gewalt begründet werden sollen. Wir erleben das zur Zeit wieder mit dem extremen islamistischen Terror.

Sollten Sie wieder vor einem Gipfelkreuz stehen, dann wäre das doch eine sehr gute Gelegenheit, dieses Zeichen der Dankbarkeit gegenüber dem lebendigen Gott in Erinnerung zu rufen! Vielleicht spüren Sie neu in Ihrem Herzen: Der Gott der Bibel ist nicht von Menschen gemacht, sondern hat sich in der Welt gezeigt durch Jesus, seinen Sohn. Wer an ihn glaubt, spürt seine Liebe jeden Tag.

 

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