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Dekoration

Tipps der Gartlerin

Hauswurzen
Sophia Gottschaller, Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt
am
12.07.2018

Gerlinde Weigand gibt gerne einige der Erfahrungen aus ihrem Garten an interessierte Leser weiter.

Mauer aus Natursteinen

Steinmauer

Der Sitzplatz der Familie im Hof liegt in einer leichten Senke, die durch eine kleine Mauer abgestützt wird. Diese karge Betonwand erschien der Bäuerin zu leblos, deshalb hat sie diese kurzerhand zur Natursteinmauer umfunktioniert. Dafür wurden einfach Natursteine in verschiedenen Größen vor der Mauer aufgeschichtet und diese mit trockentoleranten Pflanzen wie Hauswurzen, Mauerpfeffer und Storchschnabel bepflanzt.

Hauswurz in Dachziegeln

Solche trockentoleranten, kleinen Pflanzen eignen sich auch gut, um mit ihnen Dachziegel zu bepflanzen, denn sie brauchen nur wenig Substrat und Nährstoffe. So hat sich Gerlinde Weigand für ihren Hofraum eine schmucke und pflegeleichte Deko geschaffen. Besonders hübsch sieht es aus, wenn man rote und grüne Sorten kombiniert.

Verkleidung für Tomaten-Töpfe

Tomaten

Die Tomatenpflanzen im Gemüsegarten wachsen in alten, nicht besonders ansehnlichen Kübeln. Als Verkleidung hat die Bäuerin deshalb vor die Töpfe einfach lange Naturholzbretter gelegt. Die Tomaten werden außerdem nicht durch Stäbe gestützt, sondern werden an Schnüren fixiert, die wiede­rum an einem Draht hängen. Vorteil: Diese Schnüre kann man jedes Jahr erneuern und reduziert so Krankheitserreger.

Bodendecker für Heidelbeeren

Auch Kulturheidelbeeren gedeihen gut im Garten. Damit das Obst wächst, wurde an dem Standort ein Bodenaustausch mit sauerer Erde vorgenommen. Die Fläche unter dem Strauch ist mit Mauerpfeffer begrünt. Das sieht hübsch aus und verhindert, dass der Boden austrocknet. 

Rosen selbst vermehren

Rose

Viele ihrer Rosen hat Weigand selbst aus Stecklingen gezogen. „Nach der Blüte, wenn die Rosen sowieso geschnitten werden, ist dafür eine gute Gelegenheit“, erläutert sie. Man nimmt dafür einen bleistiftdicken Trieb mit mindestens drei Augen und schneidet ihn unten schräg an oder reißt ihn vom Rosenstock ab. Alle Blätter werden entfernt. Den Steckling direkt ins Beet an einem geschützten, schattigen Plätzchen stecken. Dann ein Einmachglas darüberstülpen und mit Gummi ein Stück Stoff zur Schattierung daran befestigen. Regelmäßig gießen, dann bewurzeln die Rosen bis ins nächste Jahr. Zur Sicherheit nicht nur einen Steckling, sondern besser gleich eine Handvoll schneiden. Wenn man verschiedene Rosen vermehrt, lohnt es sich, die Sorten zu vermerken.

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