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Zucker

Agrana fordert mehr Sachlichkeit in der ORF-Ernährungsdebatte

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Karola Meeder, Wochenblatt
am
28.03.2017

Anlässlich des aktuellen ORF-Themenschwerpunktes "Zucker - das süße Gift" wies die Agrana als führender österreichischer Zuckerproduzent die "unsachlichen und falschen Äußerungen" in den ORF-Beiträgen scharf zurück.

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Anlässlich des aktuellen ORF-Themenschwerpunktes "Zucker - das süße Gift" wies die Agrana als führender österreichischer Zuckerproduzent die "unsachlichen und falschen Äußerungen" in den ORF-Beiträgen scharf zurück. Auch wenn man den reißerischen Aufhänger "Süßes Gift" noch als Versuch des ORF, die Reichweite zu erhöhen, tolerieren würde, so gehe die mehrmals wiederholte Aussage "Zucker ist wie Kokain und Heroin" eindeutig zu weit. "Zucker ist ein hochwertiges Lebensmittel. Er ist unverzichtbar im Energiestoffwechsel und wird in Österreich von Agrana aus gentechnikfreien Zuckerrüben heimischer Landwirte nachhaltig produziert. Zucker ist weder ein Suchtgift noch macht er abhängig, wie dies bei Alkohol oder Nikotin und erst recht bei Heroin der Fall ist", verwahrt sich die Agrana gegen alle derartigen tendenziösen Äußerungen.

Zuckerkonsum deutlich gesunken
"Zucker vorwiegend als Verursacher von Fettleibigkeit darzustellen, ist mehr als einseitig. Fakt ist, dass der Zuckerkonsum über die letzten 20 Jahre um 20% gesunken ist und dennoch der Anteil an Übergewichtigen steigt. Mittlerweile ist hinlänglich bewiesen, dass die Gewichtszunahme beim gesunden Menschen eine Folge zu hoher Kalorienaufnahme im Vergleich zum Kalorienverbrauch ist. Ob diese Kalorien aus Fett, Eiweiß, Zucker oder anderen Kohlehydraten stammen, ist dabei unmaßgeblich", stellt Agrana fest.

Der Eigenverantwortung des mündigen Konsumenten bezüglich seines Lebensstils komme daher wesentliche Bedeutung auch im Umgang mit Ernährung zu. "Was die Energiebilanz belastet, ist die fehlende körperliche Aktivität und der damit sinkende Kalorienverbrauch im heutigen Lebensstil mit Sitzen im Büro, im Auto sowie vor dem Fernseher", wird vonseiten der Agrana betont.

Den "Richtlinien für die Praxis" der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG) sei zu entnehmen, dass Diabetiker durchaus zwischen 45 und 60% der aufgenommenen Gesamtenergie in Form von Kohlehydraten zu sich nehmen können. Auch ein vollständiger Zuckerverzicht werde nicht mehr gefordert, die Zuckeraufnahme sollte aber 10% der Gesamtenergie nicht überschreiten. Dies entspreche der aktuellen WHO-Empfehlung für den Normalverbraucher. Diabetes heiße zwar Zuckerkrankheit, es sei jedoch der hohe Körperfettanteil, der zur Insulinresistenz und nicht genetisch bedingten Diabetes (Typ 2) führt. Diese Erkrankung sei eine Folge von Überernährung, unabhängig davon woher dieses Zuviel an Körperfett kommt.

Gegen unsachliche Schuldzuweisungen
"Ein klares Augenmerk auf die Kalorienaufnahme, verbunden mit einem körperlich aktiven Lebensstil, würde viele mit Übergewicht verbundene Gesundheitsprobleme lösen - zuckerfreie Diäten lösen sie sicher nicht. Die Nahrungsmittelindustrie bietet eine Vielfalt an Produkten mit niedrigem Energiegehalt in ausgezeichneter Qualität an. Es braucht aber auch den mündigen Konsumenten, der das Ausmaß der einzelnen von ihm aufgenommen Nährstoffe beachtet. Ob die ORF-Kampagne zu mehr Aufklärung beiträgt, ist fraglich, geht es doch offensichtlich darum, Schuldige zu finden, nämlich den Zucker und die dahinterstehende Lebensmittelindustrie", ruft Johann Marihart, Vorstandsvorsitzender der Agrana Beteiligungs-AG, zu mehr Sachlichkeit in der ORF-Ernährungsdebatte auf.

Mit Material von aiz
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