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Infrastruktur auf dem Land

Wir sind die Eltern von Morgen

pd
am
25.11.2015

Germering - Die Bayerische Jungbauernschaft fordert mehr Unterstützung für Hebammen.

Personaleinsparungen in Kliniken, stetig steigende Haftpflichtversicherungsprämien für freiberuflich arbeitende Hebammen und eine ungewisse Zukunft. Immer mehr Hebammen hören deshalb auf, als Geburtshelferinnen zu arbeiten. Nicht nur deswegen steigt  die Arbeitsbelastung der verbleibenden  Hebammen weiter. Schon jetzt werden an einigen Stellen Engpässe in der Betreuung von jungen Eltern durch Hebammen angemahnt. Das wird sich weiter verschärfen. Vor allem in den ländlichen Regionen wird die rückgängige Zahl der Hebammen in den nächsten Jahren stärker spürbar werden: weitere Wege bis zu einem Krankenhaus mit Geburtsstation, keine Wahlfreiheit für die Eltern, ob das Kind zu Hause, in einem Geburtshaus oder im Krankenhaus geboren werden soll.

Die Bayerische Jungbauernschaft fordert deshalb die Bundesregierung auf, rechtliche und verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die diesen Entwicklungen entgegensteuern. 

Sie fordern:

  • das Problem der hohen Haftpflichtversicherungsprämien darf nicht nur durch Umverteilung der Kosten innerhalb der Versichertengruppe der Hebammen verschoben werden, sondern muss nachhaltig gelöst werden. 
  • die freie Wahl des Geburtsortes und eine wohnortnahe medizinische Versorgung mit Ärzten und Hebammen müssen auch in Zukunft gewährleistet sein, gerade in den ländlichen Regionen. Dafür müssen heute die entscheidenden Weichen gelegt werden. 
  • die Arbeitsbedingungen für angestellte und freiberufliche Hebammen müssen so gestaltet werden, dass das Wohl der Kinder und Mütter im Vordergrund stehen kann. 

"Denn wir", so die BJB, "sind als Mütter und Väter von morgen auf die Hilfe und Fachkenntnisse von Hebammen angewiesen und brauchen ihre Unterstützung."

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