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Lebensmitteluntersuchung

Fipronil - Gehalte unter Bedenklichkeitsgrenze

Fipronil
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
05.04.2018

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlicht Untersuchungsergebnisse.

Durch die illegale Anwendung eines fipronilhaltigen Schädlingsbekämpfungsmittels mussten im vergangenen Spätsommer europaweit Eier zurückgerufen und vernichtet werden. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat daraufhin weiterführende Untersuchungen angestellt.

Auch solche Lebensmittel, in denen Eier verarbeitet wurden, wie beispielsweise Nudeln, Mayonnaise oder Eierlikör, wurden im Rahmen eines Sonderprogramms von den deutschen Überwachungsbehörden untersucht. Die gestern vom Bundesamt veröffentlichten Untersuchungsergebnisse zeigen, dass in 116 der 903 Proben Rückstände von Fipronil nachgewiesen wurden. Sämtliche gemessenen Fipronilgehalte lagen jedoch deutlich unterhalb der Konzentration, die vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als gesundheitlich bedenklich angesehen wird.

Überwachung verschärft

Im Juli 2017 wurden über das Europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel (RASFF) zahlreiche Überschreitungen des Rückstandshöchstgehalts für das Insektizid Fipronil in Eiern und Geflügelfleisch gemeldet. Als Eintragsquelle für Fipronil wurde das Reinigungs- und Desinfektionsmittel einer niederländischen Firma ermittelt, welches hauptsächlich in Belgien und den Niederlanden, aber auch in Deutschland eingesetzt worden war.

Schon während des Fipronil-Geschehens hatten sich Bund und Länder darauf verständigt, neben Eiern und Geflügelfleisch auch Lebensmittel mit hohem Eigehalt zu kontrollieren. Im Rahmen des bereits bestehenden Bundesweiten Überwachungsplans (BÜp) 2017 wurde daher kurzfristig ein Sonderprogramm zur risikoorientierten Untersuchung von Ei‑Verarbeitungsprodukten und eihaltigen Tiefkühlprodukten initiiert.

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