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Gesundheit

Woher kommen antibiotikaresistente Keime?

von , am
23.01.2015

<b>Berlin</b> - Deutsche Verbraucher sehen mehrheitlich die Tierhaltung als Ursache.

© Cornelia Menichelli / pixelio.de
In der öffentlichen Diskussion werden überwiegend die Tierhaltung und der dort beobachtete vermehrte Einsatz von Tierarzneimitteln als Ursachen für die Zunahme von Antibiotikaresistenzen angesehen. Entspricht dieses mediale Bild auch der Meinung der Bevölkerung? Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat in einer repräsentativen Untersuchung gefragt, was die Menschen in Deutschland tatsächlich über das Vorkommen krank machender Bakterienstämme und über Antibiotikaresistenzen wissen.
Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland glauben laut einer aktuellen repräsentativen Befragung des BfR, dass Antibiotikaresistenzen am ehesten durch die Tierhaltung verursacht werden. Antibiotikaresistenzen betreffen aber die Humanmedizin ebenso wie die Tiermedizin und die Landwirtschaft. Die Herausforderungen können nur gemeinsam gelöst werden.
„Die große Mehrheit der Verbraucher hat zwar bereits von antibiotikaresistenten Bakterien gehört. Allerdings vermuten die meisten Befragten solche Keime eher nicht im eigenen Haushalt“, äußerte sich Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des BfR auf dem Forum „Herausforderung Antibiotikaresistenz - eine ganzheitliche Betrachtung und neueste Erkenntnisse zur Risikowahrnehmung“ am 22. Januar 2015 anlässlich der „Internationalen Grünen Woche“ in Berlin. „Krank machende Bakterien werden generell seitens der Bevölkerung weniger im eigenen Haushalt, sondern im öffentlichen Raum und in Krankenhäusern sowie in Tierställen vermutet.“ Hier sei also noch einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten, damit sich Verbraucher besser schützen können. (pd)
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