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Ernährung

Lebensmittelfälschern auf der Spur

pd
am
21.11.2016

Berlin - Ein neues Forschungsprojekt soll Methoden für die Prüfung der Echtheit von Lebensmitteln und Erzeugnissen voranbringen.

Fertigpizza

Für Behörden und Unternehmen ergibt sich durch die zunehmend globalisierten Futter- und Lebensmittellieferketten die Notwendigkeit, neue Lösungsansätze zur Gewährleistung der Echtheit (Authentizität) von verarbeiteten Lebensmitteln zu entwickeln. Die Futter- und Lebensmittelkrisen der letzten Jahre, wie zum Beispiel die Melaminkrise bei Säuglingsnahrung oder der Pferdefleischskandal bei Fertig-Lasagne, belegen diese Notwendigkeit eindrucksvoll. „Wir brauchen hier moderne, universell einsetzbare Strategien, die es erlauben, nicht nur bereits bekannte typische Verfälschungen von Lebensmitteln schnell nachzuweisen, sondern auch bisher nicht bekannte Manipulationen aufzudecken“, sagte Professor Dr. Reiner Wittkowski, Vizepräsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) anlässlich der Kick-Off Veranstaltung für ein weiteres Forschungsprojekt zur Weiterentwicklung der Authentizitätsprüfung von Lebensmitteln vergangene Woche in Köln. Das Forschungsprojekt „FoodAuthent“ - Entwicklung eines Systems zur Sammlung, Analyse und Verwertung von Produktauthentizitätsdaten - wird insbesondere die Rahmenbedingungen zum routinemäßigen Einsatz von chemisch-analytischen Fingerprinting-Verfahren weiter entwickeln. „FoodAuthent“ ist Teil des Forschungsprogramms "Herkunftsnachweis von Lebensmitteln" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und wird durch das BMEL aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das Bundesamt für Risikobewertung ist an dem Projekt maßgeblich beteiligt.

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