Login
Unfallschutz

Das Reinigen von Solaranlagen birgt Risiken

SVLFG
am
16.01.2017

Landshut/Bayreuth - Da sich die PV-Anlagen meist auf den Dächern der Wirtschaftsgebäude befinden, besteht bei den Reinigungsarbeiten die Gefahr des Ab- und Durchsturzes. Weiter können Gefährdungen durch spannungsführende Teile entstehen. Leider kommt es immer wieder zu schweren bis tödlichen Verletzungen.

Umwelteinflüsse, wie Verschmutzung oder Bedeckung mit Schnee, können die Leistung von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) zur Stromerzeugung beeinträchtigen. Daher kann es notwendig werden, die Anlagen zu reinigen.

Vor Beginn der Arbeiten ist abzuwägen, ob sich eine Reinigung überhaupt rechnet. Besonders die Räumung von Schnee in der ohnehin ertragsschwachen Zeit lohnt oft nicht. In schneereichen Gebieten in Süddeutschland oder den Mittelgebirgen ist zu überlegen, ob nicht durch Vorrichtungen, die die Photovoltaikanlage schneefrei halten, auf eine Räumung verzichtet werden kann.

Vor Beginn der Arbeiten ist zu klären, ob das nötige Fachwissen und geeignete Arbeitsmittel vorhanden sind. Im Zweifelsfall immer eine geeignete Fachfirma mit den Arbeiten beauftragen!

Es sind Reinigungsverfahren zu bevorzugen, bei denen die Dachfläche nicht betreten werden muss. Die Reinigung aus einem Hubarbeitskorb oder einer Arbeitsplattform ist deutlich sicherer als auf dem Dach zu arbeiten. Bei niedrigen Dächern ist die Reinigung mit leichten Karbonteleskopstangen eine Alternative.

Wenn das Dach betreten werden muss, sind unbedingt Sicherungen gegen einen Dachdurchsturz, wie zum Beispiel Fanggerüste, Fangnetze oder Stege, zu nutzen.

Vor der Reinigung sollte die Anlage von einer Elektrofachkraft auf defekte und beschädigte Kabel überprüft werden, um lebensbedrohliche Stromschläge zu vermeiden.

Auch interessant