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Glyphosat im Urin

Werte sind gesundheitlich unbedenklich

pd
am
07.03.2016

Berlin - Die in der Heinrich-Böll-Stiftung am 4. März 2016 vorgestellten Werte zum Glyphosatgehalt in Urin sind nach einer Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen gesundheitlich unbedenklich.

„Diese sehr geringen Gehalte sind nach unserer Einschätzung erwartbar, da Glyphosat ein zugelassener Pflanzenschutzmittelwirkstoff ist und folglich Rückstände mit der Nahrung aufgenommen und somit auch ausgeschieden werden können“, kommentierte BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel die veröffentlichten Ergebnisse der Untersuchung. „Das BfR hat vergleichbare Urinwerte in der Vergangenheit bereits wissenschaftlich bewertet und die Ergebnisse veröffentlicht.“ Rechnet man die Urinwerte auf die täglich aufgenommene Menge an Glyphosat zurück, so zeigt sich, dass die untersuchte Person mit dem höchsten Glyphosatgehalt von etwa 4 ng je ml Urin weniger als ein Hundertstel der täglich duldbaren Aufnahmemenge von 0,5 mg je Kilogramm Körpergewicht aufgenommen hat. Die Daten bestätigen damit die abgeschätzten Aufnahmemengen, die das BfR in der Rückstandsbewertung im Rahmen der EU-Wirkstoffprüfung vorgenommen hatte.

Die auf Initiative einer Bürgerinitiative beauftragte Untersuchung weist laut BfR grobe Mängel insbesondere im Bereich der Probenahme auf. So seien die Proben nicht, wie bei wissenschaftlichen Studien üblich, überwacht gezogen und tiefgefroren an das Labor gesandt worden. Dies kann zu Verunreinigungen und Veränderungen in der Zusammensetzung der Proben z. B. auf dem Transportweg führen.

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