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Haushalt

Klimaschutz: Packen wir‘s an!

Maria Burkhardt, Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt
am
20.07.2017

München - Was ist nicht schon alles geschrieben worden über den Klimawandel und die Probleme, die die Erderwärmung mit sich bringt. Die Datenlage ist eindeutig: Seit dem vergangenen Jahrhundert steigt weltweit die bodennahe Lufttemperatur. Auch die Folgen dieser globalen Erwärmung sind mit Messungen längst belegt: Gletscher und Schneebedeckung nehmen ab, Starkregen und extreme Trockenheit zu.

Das ist nicht mehr zu übersehen und bekommen immer mehr Menschen zu spüren, ganz besonders in den armen Ländern, aber inzwischen nicht nur dort. Wo führt das noch hin? Und was die Klimaschäden kosten! Solche Gedanken bedrücken.

Mit seiner Warnung vor den Risiken und Kosten der Klimaveränderung fand der Weltklimarat in der großen Politik Gehör. Die Ziele sind formuliert, beim Umsetzen geplanter Maßnahmen lässt sich die Politik jedoch Zeit. Wenn es so weitergeht wie bisher, ist ein globaler Temperaturanstieg von durchschnittlich 4 °C in diesem Jahrhundert wahrscheinlich. Noch besteht die kleine Chance, die Erderwärmung seit Beginn der Industrialisierung zumindest auf 2 °C einzubremsen.

Doch obwohl alle im selben Boot sitzen, rudern nicht alle in die gleiche Richtung. Den Klimaschutz zu ignorieren oder auf andere abzuwälzen, ist keine Lösung. Denn die Ursachen für diese Klimaerwärmung sind Treibhausgase, für die vor allem der Mensch mit seinen hohen Konsumansprüchen verantwortlich ist. Sobald fossile Rohstoffe wie Öl, Gas und Kohle verbrannt werden, bilden sich Kohlendioxid, Methan und Stickoxide. Jedes konsumierte Produkt, jeder zurückgelegte Kilometer und jede Stunde Heizen trägt dazu bei, dass Treibhausgase entstehen.

Wieviel davon durch den persönlichen Lebensstil innerhalb eines Jahres in die Atmosphäre gelangt, lässt sich errechnen, auf der Internetseite des Umweltbundesamtes (www.uba.co2-rechner.de) und anderer Organisationen. Die CO2-Bilanz bringt es auf einen Nenner und gibt Anhaltspunkte, wo jeder ansetzen kann, um CO2 einzusparen und seine Lebensweise klimafreundlicher zu gestalten.

Sich an der eigenen Nase zu fassen und die Sache selbst anzupacken, ist das Gebot der Stunde und einfacher als gedacht. Mit unseren Klimaschutz-Tipps für den Hausgebrauch (ab Seite 50) lässt sich sogar Geld sparen, ohne auf Komfort zu verzichten. Bestimmt der beste Anreiz, sofort damit anzufangen!

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