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Auszeichnung

Bauern, Bürger und Demokraten

Manager
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Sepp Kellerer, Wochenblatt
am
25.10.2018

Unsere Kollegen von der agrarheute-Familie dürfen stolz sein, dass sie es mit ihrem CeresAward in die großen Medien geschafft haben.

Kellerer Sepp

Haben sie letzte Woche am Donnerstag zufällig Radio gehört? Einen großen privaten Sender? Dann haben Sie vielleicht auch die Meldung mitbekommen, dass just an dem Tag in Berlin bei der Nacht der Landwirtschaft der Landwirt des Jahres gekürt wurde. Und wenn Sie vielleicht am Freitag den gleichen Sender gehört haben, dann haben Sie erfahren, dass Tobias Ilg aus Dornbirn in Vorarlberg den Titel geholt hat.

Unsere Kollegen von der agrarheute-Familie dürfen stolz sein, dass sie es mit ihrem CeresAward in die großen Medien geschafft haben. Die Spitze ist aber nur das Eine, die Breite ist das Andere und mindestens genau so wichtig. So habe ich am Samstag in der regionalen Tageszeitung auf der Titelseite eine Meldung gefunden, dass Alois Stefan Penninger in der Kategorie Manager den Sieg errungen hat. Und ein paar Seiten weiter hinten dann ein größerer Bericht über den Betrieb.

Es ist erklärtes Ziel des CeresAward, das Image der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit zu verbessern. Und die genannten Beispiele zeigen, dass die in dem Wettbewerb kooperierenden Partner diesem Ziel Stück für Stück näherkommen.

Allein schaffen sie das aber nicht. Vor allem braucht es Bäuerinnen und Bauern, Landwirtinnen und Landwirte, die bei dem Wettbewerb mitmachen. Das sollte kein Problem sein, denn Betriebe, die gute und neue Ideen haben und die konsequent umsetzen, gibt es genug. Betriebe, die sich auf einen Betriebszweig konzentrieren und dort die Produktionstechnik bis ins kleinste Detail ausfeilen ebenfalls. Und nicht zu vergessen die Betriebe, die ihren Fortbestand durch eine kluge Diversifizierung sichern.

Eher schon ein Hemmschuh ist der Mut, der fehlende Mut sich so einem Wettbewerb, der Öffentlichkeit ganz allgemein zu stellen. Ihr Handwerk haben Sie gelernt, liebe Leserinnen und Leser, und Sie beherrschen es aus dem Effeff. Aber in der Öffentlichkeit zu stehen oder gar im Rampenlicht, das ist Ihnen suspekt? Kann ich nachvollziehen, das liegt nicht in der Natur des Landwirts. Deshalb wurden vor 70 Jahren die Bayerischen Bauernschulen gegründet mit einem klaren Auftrag: „Menschen für die Landwirtschaft zu bilden, als Bauern, als Bürger, als Demokraten“. Und deshalb bietet das HdbL auch Seminare für die aktuellen Herausforderungen an. Übrigens, es muss ja nicht gleich die große Bühne sein, das Gespräch mit den Nachbarn, mit den Bürgern im Dorf, ist auch schon ein Anfang.

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