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Finanzen

EU-Agrarhaushalt: Landwirte bekommen Krisenreserve zurück

aiz
am
29.11.2016

Brüssel - Die Auszahlung soll ab 1. Dezember 2016 erfolgen.

EU-Landwirte, die Direktzahlungen erhalten, bekommen ab 1. Dezember 2016 die Krisenreserve in einer Höhe von 435 Mio. Euro aus dem EU-Agrarhaushalt zurück. Die EU-Kommission hat gestern die Rückzahlung an die Landwirte im EU-Amtsblatt L 320 bekanntgegeben. Die Krisenreserve wurde 2013 eingeführt und bietet über den Landwirtschaftshaushalt hinaus finanzielle Möglichkeiten in schwierigen Zeiten. Allerdings müssen die Empfänger von Direktzahlungen mit einer kleinen Kürzung die Summe von 435 Mio. Euro selbst bereitstellen. Seit 2013 wurde die Krisenreserve noch keinmal in Anspruch genommen. Landwirte sollten in Krisenzeiten nicht zusätzlich belastet werden, erklärte die EU-Kommission. Gekürzt werden nur Direktzahlungen von mehr als 2.000 Euro/Jahr. Auch die Landwirte aus Bulgarien, Rumänien und Kroatien beteiligen sich nicht an der Finanzierung der Krisenreserve.

"2016 war ein schwieriges Jahr für viele Landwirte, insbesondere für bestimmte Märkte. Ich bin froh, dass die Europäische Kommission mit einer ganzen Reihe von zusätzlichen Maßnahmen reagieren konnte - ohne diesen letzten Ausweg wählen zu müssen, nämlich die Reserve für Krisen im Agrarsektor zu nutzen. Das heißt, dass wir reagieren konnten, ohne die Einkommensstützen für Landwirte abzusenken", erklärte EU-Landwirtschaftskommissar Phil Hogan.

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