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Gute fachliche Praxis beachten

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Hans Dreier, Wochenblatt
am
22.06.2017

München - Vor dem Start der Ernte sollte man sich als Landwirt unbedingt noch einmal die Vorschriften für die gute fachliche Praxis beim Transport und der Lagerung von Erntegütern zu Gemüte führen.

Metallteilchen in Speisekartoffeln, glutenhaltiges Getreide im Baby-Bananenbrei, giftige Unkräuter im Pfefferminztee – das ist nur eine Auswahl an Warnmeldungen, die in den letzten Wochen zu Rückrufaktionen im Lebensmittelhandel führten. Schon kleinste Verunreinigungen geben heute Anlass, dass große Partien von Nahrungsmitteln vom Markt genommen werden müssen. Die dadurch entstehenden Kosten und Einnahmeausfälle bedrohen schnell die Existenz der betroffenen Betriebe.

Fremdkörper wie Glasscherben oder Plastikteilchen gelangen zwar in den meisten Fällen erst beim Verarbeitungsprozess in die Lebensmittel, werden mitunter aber auch schon mit den landwirtschaftlichen Ernteprodukten angeliefert. Noch viel größer sind die Risiken bei nicht sichtbaren chemischen oder biologischen Verunreinigungen.

Deshalb sollte man sich als Landwirt vor der anstehenden Ernte unbedingt noch einmal die Vorschriften für die gute fachliche Praxis beim Transport und der Lagerung von Erntegütern zu Gemüte führen. Insbesondere die Hänger müssen sauber gereinigt werden, da diese während des Jahres oft mit den verschiedensten Gütern beladen werden. Am besten gar nicht für die Ernte verwenden sollte man Anhänger, mit denen vorher gebeiztes Saatgut, Mist, Asbestplatten oder Haushaltsmüll transportiert wurden, da hier die Reinigung sonst von einem Prüfinstitut abgenommen werden muss.

Bei der Einlagerung muss das Getreide zumindest grob gereinigt werden. Schon mit einem einfachen Windsichter kann man hier gute Wirkungen erzielen. Die Reinigung ist auch bei der Verfütterung an Tiere unerlässlich, da Staub und Spelzen oft stark mit Mykotoxinen belastet sind. Diese Pilzgifte sind eine Gefahr für die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere.

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