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Unternehmensführung

Heimische Bio-Produktion reicht oftmals nicht aus

von , am
18.02.2015

<b>Bonn</b> - Nicht nur im Konsum von Bio-Lebensmitteln sind die Deutschen Europameister, auch in der Bio-Produktion stehen sie weit vorne. Die private Nachfrage wächst jedoch seit Jahren stärker als die Produktion Schritt halten kann.

© Peter Smola / pixelio.de
Dass Bananen und Kaffee und auch Tomaten im Winter nicht aus deutscher Produktion stammen, ist selbstredend. Aber auch Produkte, die hier fast ganzjährig produziert werden können, werden zu unterschiedlich großen Anteilen importiert. Die AMI-Auswertung der Importmengen für 2013/14 zeigt im Vergleich mit den Ergebnissen von 2012/13 und den Vorgängerjahren unterschiedliche Entwicklungen. So ist beispielsweise bei Eiern die inländische Produktion gestiegen und der Importanteil auf 7 % gesunken. Bei Äpfeln ging die deutsche Produktion 2013 das 2. Jahr in Folge zurück und die private Nachfrage wurde mit einer größeren Importmenge gedeckt. Das dürfte sich 2014 mit einer größeren deutschen Ernte wieder ändern.
Auch bei Ackerfrüchten insbesondere für die Futterproduktion sind die Importanteile gestiegen. Bei allen pflanzlichen Produkten wird in der Auswertung die Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen und damit den Erntemengen in Deutschland sowie den Lieferländern deutlich.
Die Getreideimporte haben sich bei guter deutscher Ernte 2013 nicht vergrößert, nur die Getreidearten haben sich verschoben. So importierten die Mühlen weniger Weizen, da hier ausreichend qualitativ hochwertige Ware zur Verfügung stand, dafür mehr Mais und Hafer.
Bei Milch- und Milchprodukten ist das inländische Angebot zwar gestiegen, aber der Export von Milchprodukten hat ebenfalls zugenommen. Steigende Mengen an Milch und Butter kamen 2013/14 aus Dänemark, während die Einfuhren aus Österreich etwas zurück gegangen sind. In Milchäquivalente umgerechnet betrug die Importrate 30 %.  (pd)
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