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Biolandbau

Rückstandsmessung in der biologischen Landwirtschaft

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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
20.11.2017

Selbst wer nach strengen Maßgaben produziert, kann nicht ausschließen, dass sich noch Spuren von Schadstoffen im Erntegut finden.

Labor-Untersuchung

„Bio“ ist „bio“, weil die Landwirte alles in ihrem Verantwortungsbereich tun, um Fremd- und Rückstände in den Kulturen zu vermeiden. Dennoch kann der Landwirt nicht ausschließen, dass sich noch Spuren von Schadstoffen, wie z.B. chemische Pflanzenrückstände, im Erntegut befinden, denn der Biobauer oder die Bäuerin wirtschaften nicht unter einer Käseglocke; ubiquitäre Einträge über die Luft oder das Wasser sind nicht zu vermeiden.

Solange die gefundenen Rückstandsmengen unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte liegen, war das bisher auch nicht weiter schädlich. Doch jetzt kommen Bestrebungen mit Macht auf die biologische Landwirtschaft zu, ihre Erzeugnisse absolut rückstandsfrei zu halten. Wenn sich dann noch die Messtechnik immer weiter verfeinert und noch fünf Stellen hinter dem Komma anzeigt, sieht so mancher Biobauer seine Existenz gefährdet.

Diese Herausforderung wird auf einer Tagung in der Akademie Schloss Kirchberg/Jagst mit Fachleuten der Biobranche diskutiert. Auf dem Podium sitzen Vorsitzende von ökologischen Landbauverbänden, Verbände der Weiterverarbeitung und des Handels, Lebensmittelinspektoren und Wissenschaftler. Das Fachgespräch findet am 14.12. abends und 15.12. tagsüber statt.

Anmeldun unter: bildung@besh.de.

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