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Kraftstoffe

Anteil der Biokraftstoffe rückläufig

pd
am
02.01.2017

Berlin - Der Anteil von Biokraftstoffen am gesamten Kraftstoffbedarf ist leicht rückläufig. Wie die Bundesregierung in ihrem als Unterrichtung (18/10711) vorgelegten Bericht zur Steuerbegünstigung für Biokraftstoffe mitteilt, konnten 2015 5,2 Prozent des Kraftstoffbedarfs durch Biokraftstoffe abgedeckt werden. Ein Jahr zuvor hatte der Anteil bei 5,4 Prozent gelegen.

Wie die Bundesregierung in ihrem als Unterrichtungvorgelegten Bericht zur Steuerbegünstigung für Biokraftstoffe mitteilt, konnten 2015 rund zwei Millionen Tonnen Biodiesel (2014: 1,97 Millionen Tonnen), 1,2 Millionen Tonnen Bioethanol (2014: 1,23 Millionen Tonnen) sowie 0,17 Millionen Tonnen hydriertes Pflanzenöl (2014: 0,34 Millionen Tonnen) abgesetzt werden. Das aus Getreide oder Zuckerrüben erzeugte Bioethanol wird fast ausschließlich als Beimischung zum Ottokraftstoff verwendet.

Die Bundesregierung geht in dem Bericht auch auf Umwelteffekte ein. Der Anbau von Biomasse dürfe keine besonders schützenswerten Flächen wie Regenwälder zerstören. Dafür gebe es weltweit geltende Vorschriften, die eine direkte Gefährdung ökologisch wertvoller Flächen verhindern sollten. Inzwischen seien auch Regelungen zur Problematik der indirekten Landnutzung getroffen worden. Es sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass Biomasse für energetische Zwecke auf Flächen produziert werde, die vorher für die Produktion von Lebens- und Futtermitteln genutzt worden seien. Deren Produktion werde dann zumindest teilweise in Gebiete mit hohem Kohlenstoffbestand (Wälder, Moore) oder mit hoher biologischer Vielfalt verdrängt. "Auf diesem Wege kann die energetische Nutzung von Bioenergie mittelbar Treibhausgasemissionen verursachen und ökologisch wertvolle Gebiete gefährden", stellt die Bundesregierung fest.

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