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Waldbericht

Bayerns Wälder vom Sommer geschwächt

pd
am
09.11.2015

München – Den bayerischen Wäldern wird der trocken-heiße Sommer wohl noch länger zu schaffen machen.

Das geht aus dem aktuellen Waldbericht hervor. Die tatsächlichen Auswirkungen werden sich aber erst in den kommenden Jahren bemerkbar machen. In vielen Regionen Bayerns hatten die Waldbäume heuer frühzeitig ihr Laub und teilweise sogar ganze Äste abgeworfen, um den Wasserverlust zu begrenzen. Dies hat den Bäumen viel Energie gekostet und macht sie anfälliger für Schädlinge. Selbst stark in Mitleidenschaft gezogene Waldbäume dürften dennoch im nächsten Jahr wieder austreiben. Untersuchungen hätten gezeigt, dass die Knospen vital sind.   

Die im Waldbericht veröffentlichten Ergebnisse der landesweiten Untersuchung der Baumkronen spiegeln nur zum Teil die aktuelle Stresssituation für die Wälder wider, denn bei der Datenerhebung im Juli und August waren viele Böden gerade noch ausreichend mit Wasser versorgt. Deshalb zeigen die Ergebnisse nur geringfügige Veränderungen zum Vorjahr. So ist der mittlere Nadel- und Blattverlust um 0,7 Prozentpunkte auf 20,7 Prozent leicht gestiegen, der Anteil deutlich geschädigter Bäume erhöhte sich um 1,4 Prozentpunkte auf 24,3 Prozent. Als deutlich geschädigt gelten Bäume, die mehr als ein Viertel ihrer Blätter oder Nadeln verloren haben.

Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei den Tannen, die für den Aufbau stabiler und klimatoleranter Wälder so wichtig sind: Sie zeigen den seit Beginn der Erhebungen in den 80er Jahren niedrigsten Nadelverlust – 17,7 Prozent. 

Für die jährliche Erhebung, die es in Bayern seit 1983 gibt, untersuchen speziell geschulte Försterinnen und Förster landesweit die Baumkronen. An 137 Inventurpunkten wurden im Sommer rund 4.800 Waldbäume begutachtet. Den vollständigen Waldbericht mit detaillierten Ergebnissen der Erhebung gibt es unter www.forst.bayern.de.

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