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Ausstellung

Bioökonomie zum Anfassen

pd
am
11.10.2016

München - Wie stark biobasierte Materialien schon heute den Alltag prägen, zeigt jetzt eine Ausstellung mit dem Titel „Bioökonomie zum Anfassen“.

Autotüren aus Pflanzenfasern und Rucksäcke aus Maisstärke – was für manchen noch nach Science Fiction klingt, hat sich heute längst als praxistauglich erwiesen. Wie stark biobasierte Materialien schon heute den Alltag prägen, zeigt jetzt eine Ausstellung mit dem Titel „Bioökonomie zum Anfassen“, die Landwirtschaftsminister Helmut Brunner am Montag in München eröffnet hat. „Wir wollen mit der Ausstellung ein Bewusstsein für die vielfältigen Einsatzbereiche biobasierter Materialien schaffen, so Brunner. Schließlich sei die Bioökonomie angesichts der Endlichkeit fossiler Ressourcen der Schlüssel für eine nachhaltige und zukunftsfähige Wirtschaftsweise. Dass immer mehr Branchen bei der Wahl ihrer Grundprodukte gezielt auf Nachwachsende Rohstoffe setzen, eröffnet dem Minister zufolge große Chancen für die ländlichen Räume. „Hier warten auf unsere Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft neue Absatzmärkte und Entwicklungsperspektiven“, so Brunner. Nach seiner Einschätzung wird die Dynamik im Bereich Bioökonomie in den nächsten Jahren stark zunehmen, denn: „Ob Energiebilanz, Klimaschutz, Produktionsbedingungen, Gesundheit oder Entsorgung – Produkte aus Nachwachsenden Rohstoffen haben unschlagbare Vorteile.“ Deshalb will der Minister Forschung und Produktentwicklung weiter vorantreiben und den Dialog mit den Verbrauchern intensivieren. Wertvolle Impulse dafür soll der von Brunner einberufene Sachverständigenrat Bioökonomie Bayern mit Mitgliedern aus Wirtschaft und Wissenschaft liefern.

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt von Ministerium, Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe und Carmen, der bayerischen Koordinierungsstelle für Nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien. Sie zeigt zu den Themen „Bauen mit Holz“, „Biobasierte Produkte im Alltag“ und „das Nachwachsende Büro“, was Bioökonomie heute schon leisten kann. Geöffnet ist die Ausstellung bis Mittwoch, 19. Oktober, montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr. Ausstellungsort ist das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF).

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