Login
Holz

Borkenkäfer schwärmen aus

von , am
06.05.2015

<b>München</b> - Der warme Start in den Mai hat den ersten Schwärmflug der Borkenkäfer in diesem Jahr verstärkt. Forstminister Helmut Brunner hat deshalb die Waldbesitzer aufgerufen, ihre Fichtenwälder in den kommenden Wochen gründlich auf frischen Befall zu kontrollieren.

© Robert Emmerich / pixelio.de
Laut Brunner sind die Symptome gut erkennbar: Bei bereits länger befallenen Bäumen färben sich die Kronen braun und die Rinde blättert ab. Frischer Befall ist am braunen Bohrmehl zu erkennen, das bei trockener Witterung auf Rindenschuppen, am Stammfuß, in Spinnweben oder auf der Bodenvegetation zu sehen ist. Besonders anfällig sind laut Brunner Waldbestände, die vom Orkan „Niklas“ geschädigt wurden. Der Minister appelliert deshalb an die Waldbesitzer, gebrochene oder geworfene Bäume möglichst rasch aufzuarbeiten, um dem Käfer Brutmöglichkeiten zu entziehen. Dabei sei es sinnvoll, mit Einzelwürfen und kleineren Schadnestern zu beginnen, um eine Ausbreitung der Käfer besser kontrollieren zu können.
Wenn eine rechtzeitige Abfuhr befallener Hölzer vor dem Ausflug nicht möglich ist, sollten die Stämme entrindet oder mindestens 500 Meter aus dem Wald transportiert werden. Brunner rät zudem, die Baumkronen zu häckseln, denn die Käfer nutzen Äste bis drei Zentimeter Durchmesser als Brutstätte.
Detailinformationen zum Borkenkäfer und einen Überblick über die aktuelle Gefährdungslage in ganz Bayern gibt es unter www.borkenkaefer.org.
Um die Entwicklung in sturmgeschädigten Regionen noch besser einschätzen zu können, hat die Forstverwaltung das der Überwachung zugrunde liegende Kontrollnetz vorübergehend verdichtet. Für alle Fragen zur Käferbekämpfung und zur Förderung der Wiederaufforstung stehen den Waldbesitzern die Förster an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zur Verfügung. Die Adressen der zuständigen Ämter finden sich im Internet unter www.forst.bayern.de. (pd)
Auch interessant