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Energiewende

Wer CO2 ausstößt, soll zahlen

Energie-Barometer
pd
am
22.10.2017

70 Prozent der Deutschen stehen dem Verursacherprinzip zur Finanzierung der Energiewende offen gegenüber.

Knapp jeder Zweite fordert explizit, dass die aktuell auf dem Strompreis lastenden staatlichen Abgaben durch einen CO2-Preis ersetzt werden sollen. Das sind Ergebnisse des  Energie-Trendmonitors 2017, für den 1.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden. Auftraggeber ist das Unternehmen Stiebel Eltron.

Die staatlich regulierten Bestandteile beim Strompreis sind aktuell deutlich höher als bei klimaschädlichen Brennstoffen wie Kohle, Erdöl oder Erdgas. 70 Prozent der Deutschen empfinden dieses System zur Finanzierung der Energiewende als unfair. 64 Prozent der Bundesbürger geben zu, dass die hohen Stromkosten sie daran hindern, auf ein klimafreundliches Heizsystem - beispielsweise die Wärmepumpentechnologie - umzusteigen.

CO2-Abgabe auf Heizöl oder Erdgas

Ein solches Instrument existiert seit 2008 in der Schweiz. Nach diesem Vorbild legte der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) jüngst einen Vorschlag  für eine CO2-Abgabe in der Wärmeversorgung vor. Demnach sollen die zusätzlichen Einnahmen fair rückvergütet und die Verbraucher beim Strom entlastet werden. Je mehr Emissionen eingespart werden, desto mehr Geld soll beim Verbraucher bleiben.

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