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Umweltschutz

Erneuerbare Energien - wenn nicht jetzt, wann dann?

Kraftwerk
Rainer Königer, Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt
am
12.07.2018

Deutschland wird seine Klimaziele deutlich verfehlen. Und offensichtlich stört das niemanden sonderlich.

Aus dem Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG) ist ein bürokratischer Hemmschuh geworden. Im Jahr 2000 wurde das EEG aufgelegt. Inzwischen gibt es zig Länder, die das Programm kopiert haben.

In Deutschland fehlen derzeit echte Ideen, um erneuerbare Energien wieder aufs Gleis zu setzen. Vielleicht liegt es auch an der Lobby der Mineralölkonzerne und Energieversorger. Doch auf was warten wir eigentlich noch? Bis alle Kohle verbrannt und alles Erdöl gefördert ist? Das kann es nicht sein. Die Energiewende kostet Geld. Aber auch die Förderung von Atomkraft und Kohleabbau hat dem Steuerzahler viel Geld gekostet.

Und wenn es – wie so oft – nur ums Geld geht, sollte man sich auch einen anderen Kostenfaktor anschauen: die durch den Klimawandel verursachten Schäden. Es gibt zwar verschiedene Klimawandelszenarien, doch eines dürfte nicht nur bei den Volkswirten, sondern auch bei den Landwirten die Alarmglocken schrillen lassen. Die Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW): „Ohne eine geeignete Klimaschutzpolitik ist damit zu rechnen, dass es auch in Deutschland zu einer steigenden Anzahl und Intensität von extremen Wetterereignissen kommt.“ ... „Laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung werden die Land- und Forstwirtschaft besonders betroffen sein, wo es aufgrund von Trockenheit und Wassermangel zu Ernteausfällen in Höhe von insgesamt circa drei Milliarden Euro bis 2050 kommen könnte.“ ... „Ohne stärkere Bekämpfung des Klimawandels könnten sich die Kosten in Deutschland laut DIW bis 2050 auf insgesamt knapp 800 Milliarden Euro belaufen.“

Dieser Text steht nicht irgendwo, sondern auf der offiziellen Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung.

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