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Erneuerbare-Energien-Gesetz

Klimaziele in Frage gestellt

pd
am
18.05.2016

München - Der neue Entwurf zum Erneuerbare-Energien-Gesetz wird von der Branche heftig kritisiert.

Besonders im Fokus stehen die 52-Gigawatt-Deckelung der Solarförderung sowie eine Deckelung des jährlichen Windzubaus von 2,5 GW.

Eine Analyse des Solarmodulherstellers REC zeigt, dass in Deutschland mindestens 5 GW jeweils von Solar- und Wind-Kapazitäten jährlich zugebaut werden müssten, um die Klimaziele von Paris bis 2025 zu erreichen. "Im Umfeld der UN-Klimakonferenz setzt die Diskussion um eine Deckelung der erneuerbaren Energien erneut das falsche Signal". so REF

Zudem befürchtet die Branche die Senkung der Bagatellgrenze für die Ausschreibungen von Freiflächen- und Dachanlagen: "Würde die bislang auf ein Megawatt (MW) festgelegte Grenze für Dachanlagen drastisch reduziert, hätte das verheerende Auswirkungen auf die Energiewende", kritisiert REC. Ausschreibungen für kleinere Dachanlagen, die zum gewerblichen Eigenverbrauch installiert werden, würden regionale und mittelständische Unternehmen zu einem hohen bürokratischen Aufwand zwingen. Dieser stehe in keinem Verhältnis zum Ergebnis und würde viele Bemühungen zur nachhaltigen Energiewirtschaft im Keim ersticken.

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