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Förderung

Mieterstromförderung für alle Erneuerbaren Technologien öffnen

pd
am
04.04.2017

Berlin - Mit einem Mieterstromgesetz will das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) eine Förderung für Solarstrom einführen, der auf einem Mietshaus erzeugt und an die Mieter vermarktet wird. Anlässlich der Konsultation des Gesetzesentwurfs begrüßten die Bioenergieverbände und der Deutsche Bauernverband e.V. (DBV) das Vorhaben, würden aber eine breitere Förderung befürworten.

"Es ist sehr zu begrüßen, dass das Bundeswirtschaftsministerium die dezentrale Erzeugung und Nutzung von Erneuerbarem Strom unterstützen möchte. Die Einführung einer Förderung für erneuerbaren Mieterstrom ist richtig und wichtig und sollte unbedingt noch in dieser Legislaturperiode beschlossen werden", so die Verbände

Allerdings können die Verbände nicht nachvollziehen, warum die Mieterstromförderung auf Solaranlagen begrenzt werden soll. Weitere mögliche und bereits realisierte Mieterstromkonzepte nutzen beispielsweise Mikro-Biomethan- oder Holzvergaser-BHKW. In Kombination mit dezentraler Wärmenutzung und/oder mit Solaranlagen würden sich ganzheitliche Ansätze für „Mieterenergie-Konzepte“ ergeben. So könne Mietern eine möglichst umfangreiche Versorgung mit Erneuerbaren Energien ermöglicht werden und gleichzeitig auch noch eine größtmögliche Kosteneffizienz erreicht werden. Diese Konzepte Erneuerbarer Mieterenergie trügen zur Akzeptanz der Energiewende bei, würden für lokale und regionale Wertschöpfung sorgen, verringerten die Notwendigkeit zum Ausbau von Stromnetzen und trieben zudem die Energiewende im Wärmesektor voran, sowohl im urbanen als auch im ländlichen Raum. Die Mieterstromförderung sollte deshalb allen Erneuerbaren Energien offen stehen. Einen entsprechenden Regelungsvorschlag unterbreiten die Bioenergie-Verbände und der DBV in ihrer Stellungnahme zum Entwurf des Mieterstromgesetzes.

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