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Heizen

Strengere Grenzwerte für alte Kamin- und Kachelöfen

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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
24.01.2018

Seit Januar 2018 gelten neue Grenzwerte für Abgase von Kamin-und Kachelöfen, die über 33 Jahre alt sind.

Kachelofen

Kaminofenbesitzer sind zum Austausch verpflichtet, wenn die Anlage die neuen Grenzwerte nicht erfüllt. In den kommenden Jahren laufen die Fristen für weitere Modelle ab. Ziel ist es, die Emissionen von Feinstaub zu verringern.

Ältere Modelle entsprechen meist nicht mehr den heutigen technischen und ökologischen Standards. Im Vergleich mit neueren Geräten kann der Emissionsausstoß bei alten Feuerungsanlagen bis zu 85 Prozent höher sein. Dem rücket der Staat nun mit schärferen Grenzwerten zu Leibe, die in der Novelle der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) von 2010 festgelegt wurden. Schrittweise treten diese abhängig vom Baujahr in Kraft. Dann gilt: Feuerungsanlagen, die den Grenzwert überschreiten, müssen nachgerüstet oder ausgetauscht werden.

Austauschpflicht für Kaminöfen

Stichtag für Kamin- und Kachelöfen mit den Baujahren vom 1. Januar 1975 bis zum 31. Dezember 1984 war der 31. Dezember 2017. Seitdem ist der Grenzwert von 0,15 Gramm Staub und 4 Gramm Kohlenmonoxid pro Kubikmeter Abgas gesetzlich vorgeschrieben. Kaminofenbesitzer müssen durch eine Bescheinigung des Herstellers nachweisen, dass ihre Anlage die strengeren Grenzwerte erfüllt.

Falls das Baujahr nicht mehr ermittelbar ist, muss der Schadstoffausstoß durch den Schornsteinfeger gemessen werden. In den kommenden Jahren laufen die Fristen für weitere Modelle ab: Bis zum 31.12.2020 müssen Kamin- und Kachelöfen mit den Baujahren von 1985 bis 1994 ersetzt werden. Stichtag für Kamine, die zwischen 1995 und Ende März 2010 gefertigt wurden, ist der 31.12.2024.

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