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Waldarbeit

Sturmholz von Profis aufarbeiten lassen

Harvester
pd
am
27.01.2017

Landshut/Bayreuth - Das Sturmtief Egon hat Mitte Januar in vielen Teilen Deutschlands schwere Waldschäden verursacht. Betroffene Waldbesitzer sollten jetzt nicht versuchen, entwurzelte, abgebrochene und ineinander verkeilte Bäume ohne professionelle Hilfe eigenhändig aufzuarbeiten.

Sturmschäden zu beseitigen erfordert hohe Fachkenntnis und gehört unbedingt in die Hände von Forstprofis, das rät jetzt die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Nur erfahrene Experten mit leistungsfähigen Forstmaschinen sollten sich der Aufgabe stellen, sogenannte Windwurfnester aufzuräumen: kreuz und quer liegende sowie ineinander verkeilte Bäume, aus der Erde gerissene Wurzelteller, abgebrochene Wipfel… Hierbei handelt es sich um eine Extremsituation. Waldbesitzer, die damit keine Erfahrung haben, unterschätzen dabei leicht die möglichen Gefahren – selbst wenn sie im Umgang mit der Motorsäge geübt sind.

Entwurzelte oder abgebrochene Baumstämme stehen häufig unter hoher Spannung. Ein falscher Schritt genügt, um den Stamm katapultartig und mit enormer Kraft nach oben oder zur Seite schnellen zu lassen. Die Verletzungsgefahr ist erheblich. Daher sollten Sie hier immer auf die Hilfe von Profis zurückgreifen. Diese verfügen über die Erfahrung, die notwendige Technik und das passende Gerät. Adressen erhalten Sie unter anderem bei der örtlichen Waldbesitzervereinigung oder bei der Forstverwaltung.
 

Tipps für Forstprofis:

  • Prüfen Sie vor Ihrem Arbeitseinsatz, ob die erforderliche Schutzausrüstung vorhanden ist und ob Werkzeug und Arbeitsgeräte im einsatzfähigen Zustand sind.
  • Gehen Sie schwierige Situationen besonnen und überlegt an. Manchmal hilft dabei der Erfahrungsaustausch mit einer weiteren erfahrenen Person.
  • Arbeiten Sie nie unter hängenden Wipfeln und Stimmen oder hinter ungesicherten Wurzeltellern. Wie auch beim Entzerren verkeilter, unter Spannung stehender Bäume ist hier mindestens die Hilfe eines Schleppers und einer Seilwinde unabdingbar. Damit können Sie die Stämme zur Aufarbeitung in einen ungefährlicheren Bereich ziehen.
  • Sprechen Sie vor dem Schneiden die Spannung gewissenhaft an. Leiten Sie daraus die nötige Schnitttechnik ab, mit der Sie weitervorgehen können.
  • Sägen Sie die Druckseite nie zu tief an, so dass die Säge nicht einklemmen kann. Danach Gefühlvoll von der Zugseite her sägen.
  • Setzen Sie bei Stämmen mit besonders starker Spannung den Schnitt seitlich versetzt an.
  • Arbeiten Sie bei seitlicher Spannung stets von der Druckseite aus.
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