Login
10-H-Regelung

Windkraft droht in der Bayern der Untergang

Windkraft
Thumbnail
Ulrich Graf, Wochenblatt
am
03.03.2017

Triesdorf - Ist die Windkraft in Bayern tot? Dieser Frage ging Karina Tyroller in ihrer Bachelorarbeit an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf nach.

Die Studie zeigt, dass durch die 10-H-Abstandsregelung die Windkraft in Bayern stark eingeschränkt wurde. Gleichzeitig kann ein Rückgang sowohl in den Genehmigungsanträgen, als auch den tatsächlichen Genehmigungen für Windkraftanlagen festgestellt werden. "Geplante Projekte werden beeinträchtig, da die Umsetzung eines Bebauungsplanes für Windkraftanlagen unter dem geforderten Abstand ohne eine umfassende Unterstützung der Bevölkerung schwierig ist", schreibt die Studierende in ihrer Arbeit

Durch die Einführung des Erneuerbare- Energien-Gesetz 2017 (EEG 2017) ergebe sich weiterhin eine Benachteiligung für Schwachwindstandorte. Die durchgeführten Experteninterviews belegten zusätzlich die fehlende Unterstützung der Windkraft durch die bayerische Regierung, trotz bestehend gutem Windkraftpotential in Bayern.

In der Zusammenfassung zur Studie heißt es: "Durch die Einführung der 10- H Regelung und der dadurch aufkommenden Diskussion hat sich eine ablehnende Haltung in der Bevölkerung zu Windkraft entwickelt . Die Gemeinden sehen zwar die Möglichkeit , die Windkraft durch Bebauungspläne zu fördern, nehmen dies jedoch aufgrund jener Ablehnung der Bevölkerung kaum war. Die Einschränkung bewirkt so ultimativ eine Abwanderung der Windkraftprojektierer aus Bayern. Während das EEG 2017 sowohl Vorteile als auch Nachteile für die Windkraft in Bayern bietet, ermöglichen die starken Einschränkungen der 10-H-Regelung in der bayerischen Windkraft diesem jedoch nur einen geringen Einfluss. Daraus lässt sich als Ergebnis der Untersuchungen ziehen, dass die Windkraft in Bayern durch die 10-H-Regelung stark eingeschränkt ist und sich der Zubau nur noch auf einem sehr geringen Niveau bewegen wird."

Die komplette Studie finden  Sie hier.

Auch interessant