Login

Mit Gentechnik zur Diät-Kartoffel?

Kartoffelnetz
Thumbnail
Karola Meeder, Wochenblatt
am
30.01.2018

Schwedische Forscher haben mit gentechnischen Methoden eine Kartoffel mit einem erhöhten Anteil resistenter Stärke entwickelt.

Kartoffelnetz

Forscher der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften (SLU) haben durch gentechnische Veränderung eine Kartoffel entwickelt, die Verbraucher bei der gesunden Ernährung und beim Umgang mit einer Diabeteserkrankung unterstützen soll. Wie die Universität berichtete, enthält die neue Kartoffel einen erhöhten Anteil an sogenannter resistenter Stärke. Dabei handelt es sich um Stärke, die zwar chemisch genauso aufgebaut ist wie die „normalen“ langkettigen Kohlenhydrate. Aufgrund ihrer abweichenden molekularen Struktur kann diese Stärke aber nicht ohne weiteres durch menschliche Verdauungsenzyme abgebaut werden. Die resistente Stärke zählt daher zu den Ballaststoffen.

Nach Darstellung der am Projekt beteiligten Wissenschaftler bringt ein erhöhter Anteil solcher unverdaulicher Kohlenhydrate etliche Vorteile mit sich: Sie verringern den Kaloriengehalt der Mahlzeit, förderten das Wachstum nützlicher Darmbakterien sowie die Verdauung und wirken sich zudem günstig auf den Glukosespiegel und den Insulinhaushalt aus. Die Forscher sind sich sicher, dass der Einsatz ihrer neuen Kartoffelsorte in der Ernährung zu einer spürbaren Verbesserung der öffentlichen Gesundheit beitragen könnte. Da die Zulassung einer gentechnisch veränderten Kartoffel in Europa nicht zu erwarten ist, wollen die schwedischen Forscher eine Sorte mit ähnlichen Eigenschaften mit Hilfe der Genomediting-Methode CRISPR/Cas entwickeln.

Mit Material von AgE
Auch interessant