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CeresAward

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Dieser Artikel ist zuerst im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt erschienen.

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Ceres award
© Dagmar Deutsch
von , am
19.10.2017

Rengersricht - Michaeal Kneißl ist Sieger in der Kategorie Milchviehhalter und einer von drei bayerischen Preisträgern.

ceres award
Preisträger Michael Kneißl (M.) umrahmt von Markus Pahlke (agrarheute) und Dr. Folkert Onken von der DLQ – Deutscher Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.V. (r.). © Dagmar Deutsch

Ein alter Bekannter begegnet uns in der Kategorie Milchviehhalter. Michael Kneißl aus Rengersricht in der Oberpfalz hat in diesem Frühjahr bereits beim Wettbewerb Agrarfamilie 2017 des Wochenblattes in der Kategorie Betriebsentwicklung den Sieg errungen. Beim CeresAward triumphierte er nun als Milchviehhalter. „Er hat den Weg der alternativen Milchvermarktung konsequent und erfolgreich umgesetzt. Dabei hat er das Ohr direkt beim Verbraucher“, so sagt die Jury.

Michael Kneißl melkt Kühe und betreibt eine hofeigene Molkerei. Mit dem Sachkundelehrgang Milchverarbeitung und diversen Praktika in anderen Hofmolkereien verschaffte er sich das nötige Know-How. Als der Betrieb 2013 aussiedelte und einen Stall für 76 Kühe baute, entstanden gleichzeitig die Molkereiräume auf 120 m2 mit Hygieneschleuse und Abtrenngang.

Am 1. Juni 2015 legte die „Hofmolkerei Kneißl“ los mit 250 000 l im ersten Jahr. Mittlerweile füllt er 330 000 Liter im Jahr ab. „Unser Ziel sind 500 000 Liter“, sagt Kneißl. Eine Molkerei als Partner will er aber auch noch künftig. Denn Produktions- und Absatzschwankungen seien immer drin.

Kneißl nahm Kontakt zu den großen Einzelhandelsunternehmen auf – und bekam postwendend von Rewe, Edeka und Co. ein positives Feedback. Mittlerweile beliefert er 35 Supermärkte rund um Neumarkt mit Vollmilch, fettarmer Milch und Fruchtjoghurts made by „Hofmolkerei Kneißl“. Derzeit expandiert Kneißl im Großraum Nürnberg.

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