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CeresAward

Die Bayern sahnen ab

Alle Sieger Ceres Award 2017 auf der Bühne
Die Kategoriesieger mit Moderatorin Susanne Schöne (l.), Uwe Steffin (7. v. l.) und Andre Klein (5. v. r.) von agrarheute. © BrauerPhotos/M. Nass für DLV
von , am
19.10.2017

Drei Kategoriensieger und der Landwirt des Jahres, die vierte Auflage des CeresAward hat gezeigt, dass die Landwirtschaft im Freistaat ganz oben ist. Hier ein paar Highlights von der Nacht der Landwirtschaft in Berlin.

alle Sieger Ceres Award 2017
© BrauerPhotos/M. Nass für DLV

Joachim Rukwied, Walter Heidl, Werner Hilse, Christian Schmidt, Marlene Mortler, Alois Gerig, sowie zahlreiche Vertreter, das ist nur ein kleiner Auszug aus der Gästeliste bei der Nacht der Landwirtschaft in Berlin. Die Auflistung zeigt, dass sich die vom dlv, Deutscher Landwirtschaftsverlag aus der Taufe gehobene Veranstaltung einen Namen gemacht hat. Dabei stehen die prominenten Namen gar nicht im Mittelpunkt.

Die Nacht der Landwirtschaft gehört den Teilnehmern des CeresAward. Dort werden aus den Finalisten der einzelnen Kategorien die Sieger und letztendlich der Landwirt des Jahres gekürt. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt bedankte sich, dass es diesen Wettbewerb und die Nacht der Landwirtschaft gibt. „Die Teilnehmer tragen die Landwirtschaft nach vorne“, so der Minister.

Dass der CeresAward ein realistisches, modernes und positives Bild der Landwirtschaft vermittelt, ergänzte Schirmherr Joachim Rukwied, der Präsident des Deutschen Bauernverbandes. Der Wettbewerb zeige, dass die Landwirtschaft eine Zukunftsbranche ist, innovativ, nachhaltig und mit tollen Menschen, mit Menschen, die unternehmerisch erfolgreich unterwegs sind, mit Menschen, die ihre Stärke aus der Familie heraus ziehen. Es dürften sich alle Finalisten und eigentlich alle Teilnehmer als Sieger fühlen, so der DBV-Präsident.

Ins gleiche Horn stieß Rainer Morgenstern, Sprecher der Geschäftsführung bei Deutz-Fahr, dem Hauptsponsor des Awards. Man müsste das Fernsehen anrufen und denen sagen, sie sollten einen Film machen über alle Teilnehmer, meinte er. „Wir haben eine hocheffiziente Landwirtschaft und das müssen wir den Menschen nahebringen“, betonte der Manager. Dazu sei der CeresAward ein geeignetes Mittel und deshalb sei sein Unternehmen von Anfang an dabei. „Es ist noch ein langer Weg“, so Morgenstern, „ aber wir haben einen langen Atem.“

Es sei ein tolles Gefühl, wenn die vor Ort sind, die die Branche bewegen, freute sich Amos Kotte, Geschäftsführer des Deutschen Landwirtschaftsverlages bei der Nacht der Landwirtschaft. Der Grund für die Veranstaltung sei simpel, denn „was liegt näher als die Menschen auszuzeichnen, die etwas leisten“, so Kotte.

Doch bis es so weit ist, gilt es eine Menge Arbeit zu leisten, erläuterte Dr. Uwe Steffin, Chefredakteur der agrarheute-Familie. 65 000 Reisekilometer, 10 000 E-Mails, 15 000 Fotos und 4000 Gigabit Videomaterial seien beeindruckende Zahlen. Das sei alles nur zu leisten mit einem hochmotivierten und engagierten Team.

Ohne Bildung und Wissen geht es nicht

Auch wenn die Namensgeberin für den Wettbewerb Ceres die römische Göttin für Ackerbau und Fruchtbarkeit ist, Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt bezog sich in seinem Grußwort auf einen anderen Römer. Er zitierte Cicero mit dem Satz: Von allen Erwerbszweigen aber, aus denen ein Gewinn gezogen wird, ist nichts besser als der Ackerbau, nichts einträglicher, nichts angenehmer, nichts eines Menschen, nichts eines Freien würdiger.
Die Ceres Award-Teilnehmer zeigen laut Schmidt, dass für einen Landwirt Bildung und Wissen notwendig sind, die Erfahrungen aus Jahrhunderten und die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse seien abzuwägen und umzusetzen. Mit ihrem Wissen stellen die Landwirte Nahrungsmittel her, so viele, dass man hierzulande keinen Hunger mehr kennt, aber nicht so viele, dass global betrachtet auf die Produktion bei uns verzichtet werden könnte.
Die heimischen Verbraucher hätten Vertrauen in die Landwirtschaft, so der Bundeslandwirtschaftsminister und er ermahnte sie, mit den gesunden Nahrungsmitteln sorgsam umzugehen. Ebenfalls betonte der Minister, dass die Landwirtschaft kein Hobbygärtnertum ist, mit Ackerbau und Tierhaltung müsse auch Geld verdient werden können. Darauf müsse man ganz besonders in den nächsten Wochen achten, erklärte der Minister in Anspielung auf die Koalitionsverhandlungen. Und auch auf das jüngste Magdeburger Urteil ging Schmidt ein: „Eigentum bleibt Eigentum und Hausfriedensbruch bleibt Hausfriedensbruch“.
Zurück zum Ceres Award. 2018 wird es eine weitere Auflage geben, so viel steht schon fest.

Eindrücke vom aktuellen und erste Infos zum nächsten Wettbewerb unter http://www.ceresaward.de/der-award

Die drei bayerischen Gewinnerbetriebe stellen wir Ihnen hier vor:

Georg Mayerhofer: https://www.agrarheute.com/wochenblatt/feld-stall/laendlicher-raum/ackerbauer-weitblick-539516

Familie Belzner: https://www.agrarheute.com/wochenblatt/feld-stall/laendlicher-raum/starkes-gespann-539519

Michael Kneißl: https://www.agrarheute.com/wochenblatt/feld-stall/laendlicher-raum/alles-eigener-hand-539520

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