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Glyphosat

EFSA gibt Entwarnung

aiz
am
13.11.2015

Parma - Gutachter bescheinigen Wirkstoff Unbedenklichkeit. Dadurch steigen die Chancen auf eine Wiederzulassung von Glyphosat.

© Rainer Sturm

"Es ist unwahrscheinlich, dass Glyphosat eine krebserregende Gefahr für den Menschen darstellt". Zu dieser Einschätzung kommt die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) in ihrer lange erwarteten Stellungnahme. Um ganz sicher zugehen, schlägt die EFSA noch toxikologische Sicherheitsgrenzwerte von 0,1 mg pro kg Körpergewicht pro Tag für Anwender und für Verbraucher eine zulässige tägliche Aufnahmemenge von 0,5 mg pro kg Köpergewicht vor.

Die Behörde im italienischen Parma setzt sich mit ihrer positiven Stellungnahme von zahlreichen Umweltverbänden ab, die von einem erhöhten Krebsrisiko ausgehen. Auch die zur Weltgesundheitsorganisation gehörende Krebsforschungsagentur (IARC) warnt vor erhöhten Risiken.

Die jetzt vorgelegte EFSA-Stellungnahme liefert die wissenschaftliche Grundlage für die Wiederzulassung des Herbizidwirkstoffs. In der Regel folgt die EU-Kommission der Einschätzung ihrer Berater bei der EFSA. Deshalb wird die Brüsseler Behörde in den kommenden Monaten wahrscheinlich einen Vorschlag für eine weitere, zehnjährige Zulassungsperiode für "Round up" und andere Herbizide auf Glyphosatbasis vorlegen.

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