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Waldarbeit

Frost nutzen für Schadholz-Aufarbeitung

Fällen einer Fichte
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
23.02.2018

Den vorausgesagten Frost sollen Waldbesitzer nutzen, um Sturm- und Käferholz aufzuarbeiten.

Darauf macht die Waldbesitzervereinigung (WBV) Ammer - Loisach in Zusammenarbeit mit dem Forstamt aufmerksam.

Schadhölzer, die im Lauf des Winters durch die Stürme Burklind und Friedericke angefallen sind, sowie Käferbäume die jetzt erst erkannt werden, sollten Waldbesitzer jetzt aufarbeiten. Die Bodenverhältnisse sind in den nächsten Tagen so günstig, wie sie den ganzen Winter noch nicht waren.

Käferbäume erkennt man momentan an der abgefallenen Rinde. Häufig sind die Kronen noch grün. "Das ist normal um diese Jahreszeit" sagt Thomas Grebenstein, Geschäftsführer der Waldbsitzervereinigung (WBV) Ammer-Loisach.  Denn Die Bäume transpirieren im Winter nur minimal, so dass Nadeln nicht gleich rot werden.

Ideal wäre, wenn auch die abgefallene Rinde aufgesammelt würde, denn darin überwintern viele Käfer und Larven.

Die WBV rät, die Schadholzaufarbeitung gleich für eine Waldpflege zu nutzen und mindestens auf 15 fm Stammholz aufszustocken. "Die Holzpreise sind ordentlich und noch funktioniert die Abfuhr gut", sagt Grebenstein.

Waldbesitzer sollten aber bedenken, dass sich das ändern kann, wenn jetzt alle auf einmal loslegen. Deshalb sollte das Holz so gelagert werden, dass es nicht im Weg umgeht.

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