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Deutsche Säge- und Holzindustrie

Wo gehobelt wird, nutzt man auch die Späne

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Karola Meeder, Wochenblatt
am
21.03.2017

Zum internationalen Tag des Waldes mit dem Schwerpunkt "Energie" betont der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) die besonders ressourceneffiziente Nutzung von Holz in den Sägewerken.

Mischwald

Der diesjährige Schwerpunkt des internationalen Tags des Waldes am 21. März ist „Energie“. Aus diesem Anlass betont der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) noch einmal die besonders ressourceneffiziente Nutzung von Holz in den Sägewerken: Aus dem Holz entsteht nicht nur klimafreundliches Baumaterial, sondern aus den Sägenebenprodukten wird zudem Wärme und Strom erzeugt. In welchen Dimensionen dies in Deutschland möglich ist, zeigt die Tatsache, dass die zehn größten Sägewerke mit 112 Megawatt Strom aus fester Biomasse mehr Strom ins öffentliche Netz einspeisen als die fünf kleinsten Atomkraftwerke.

Ein Kubikmeter Holz speichert etwa eine Tonne Kohlenstoffdioxid und ausreichend Energie, um 15.000 Liter Wasser zum Kochen zu bringen. Diese Energie lässt sich in einem effizienten Ressourcenkreislauf optimal nutzen: Was in der Holzindustrie nicht zu Baumaterial verarbeitet werden kann, dient vor Ort entweder direkt der Trocknung des frisch geschnittenen Holzes, oder wird als Strom genutzt bzw. ins öffentliche Netz eingespeist.

Klimaschutz durch das Ersetzen fossiler Brennstoffe

Energie aus Holz ist nicht nur Motor von Wertschöpfung und Beschäftigung im ländlichen Raum, sondern auch der Schlüssel zu einer nachhaltigen und regionalen CO2-Minderung. Denn wer Strom und Wärme aus Biomasse nutzt, ersetzt damit fossile Energieträger wie Öl oder Gas.

Um auch weiterhin ihren Beitrag zum Klimaschutz und der Ressourceneffizienz leisten zu können, ist die Branche jedoch auf verlässliche und umsetzbare Rahmenbedingungen angewiesen. „Eine rein nationale extreme Verschärfung der Emissionsgrenzwerte der europäischen Richtlinie für mittelgroße Feuerungsanlagen würde die effektive Nutzung des Energieträgers Holz in Deutschland faktisch unmöglich machen“, so Julia Möbus, Referentin Energie beim Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband. „Die Verlierer einer solchen Entwicklung wären nicht nur Klimaschutz und Ressourceneffizienz sondern auch die lokale Wertschöpfung im Cluster Forst und Holz. 

Mit Material von Deutsche Säge- und Holzindustrie ‒ Bundesverband e.V.
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