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Forst

Klimawandel - Im Waldumbau herrscht Vielfalt

Forstarbeiter
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Sepp Kellerer, Wochenblatt
am
23.11.2017

Der Waldumbau im Zuge des Klimawandels ist das beherrschende Thema, wenn es um die Bewirtschaftung der Wälder geht.

Sepp Kellerer

Dabei gibt es „den Waldumbau“ gar nicht. So unterschiedlich wie die Standorte, die Boden- und Wasserverhältnisse und die Ausgangsbestände sind, so vielfältig sind auch die Ziele und die Ideen der Waldbesitzer. Das wurde bei der Verleihung der Staatspreise für vorbildliche Waldbewirtschaftung wieder einmal deutlich.

Zwei Dinge sind den Preissträgern aus dem Privat- und dem Körperschaftswald aber gemein: Man muss sich intensiv Gedanken machen, wo man hin will und wie man dahin kommt. Und man muss den Wald pflegen, um ihn dahin zu entwickeln, wo er hin soll.

Natürlich wird sich auch die Natur auf veränderte Niederschlags- und Temperaturverhältnisse und alle sonstigen Rahmenbedingungen einstellen. Natürlich hat sie in der langen Erdgeschichte immer wieder bewiesen, dass sie das kann. Also zurückschauen und beobachten, was passiert? Das wäre die falsche Option, denn die Veränderungen laufen in einer Geschwindgkeit, wie wir sie bisher nicht gekannt haben. Das bedeutet, wenn der Eigentümer nicht steuernd eingreift, steuert sein Bestand auf die Katastrophe zu. Ich erspare mir die Auflistung der Indizien für diese Fetstellung.

Wer also Verantwortung trägt für sein Eigentum, der pflegt seinen Wald und entwickelt ihn ihn so, dass auch die nachfolgenden Generationen ihre Freude daran haben. Auch dafür sind die Gewinner der Staatspreise der Beweis.

Ich bin mir sicher, dass die Jury, die 14 Gewinner aus 47 Bewerbern auswählte, sehr genau gearbeitet hat. Ich bin mir sicher, dass alle 47 Bewerber einen Preis verdient hätten. Und ich bin mir sicher, dass es Tausende weiterer Waldbesitzer gibt, die ihren Wald vorbildlich bewirtschaften.

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